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Nach Ansicht von Tom Lee, Chef des Ethereum- (ETH) Treasury-Unternehmens Bitmine, ist der aktuelle Bitcoin- (BTC) Zyklus noch lange nicht vorbei. Seiner Einschätzung nach könnte der Bitcoin-Kurs bereits Anfang 2026 ein neues Rekordhoch erreichen. Ausschlaggebend sei dabei die Geldpolitik der US-Notenbank.
In einem Interview bei CNBC erklärte Lee, dass der jüngste Rückgang von BTC kein Grund zur Sorge sei: „Ich glaube nicht, dass das Bitcoin-Top bereits erreicht ist“, so Lee. Eine mögliche Kursänderung in der Geldpolitik der Federal Reserve biete seiner Meinung nach entscheidenden Rückenwind. „Heute ist der Tag, an dem QT endet“, sagte Lee mit Blick auf das Ende der Bilanzverkürzung durch die Notenbank.
Die letzte Pause beim Quantitative Tightening (QT) im Jahr 2019 löste innerhalb von drei Wochen eine Marktrally von 17 Prozent aus. Lee erkennt darin eine Parallele, die sich auch für Bitcoin positiv auswirken könnte. Bis Dezember rechnet er daher mit einer Stimmungsaufhellung unter den Anlegern.
Obwohl der Bitcoin-Kurs im vergangenen Monat um mehr als 20 Prozent gefallen ist, bleibt Lee optimistisch. Bis Ende 2025 erwartet er einen Kurs von über 100.000 Dollar.
Für 2026 rechnet er sogar mit einem neuen Allzeithoch und einem möglichen Anstieg in Richtung 200.000 Dollar. Wichtige Triebfedern seien aus seiner Sicht Zinssenkungen durch die Federal Reserve sowie eine wachsende institutionelle Nachfrage nach Krypto-Assets in den USA und darüber hinaus.
Wenn Lee recht behält, wäre das ein Novum. Historisch gesehen markiert Bitcoin seinen Zyklusgipfel nämlich im vierten Quartal des Jahres nach dem Halving – also im laufenden Quartal. Trifft dieses Muster erneut zu, hätte Bitcoin seinen Zyklus-Peak bereits im Oktober erreicht (bei gut 126.000 Dollar).
Einige Analysten sind jedoch der Ansicht, dass sich der aktuelle Zyklus deutlich von früheren unterscheidet. Die Struktur von Angebot und Nachfrage habe sich demnach so stark verändert, dass die bisherige Zyklustheorie grundsätzlich überdacht werden müsse.
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