Bitcoin fiel wie ein Stein, nachdem die Nachrichten über die Klage zwischen der SEC und Binance bekannt wurden. Der Kurs rutschte von etwa 27.000 Dollar nach unten auf den – zum Zeitpunkt des Schreibens – Kurs von 25.679 Dollar. Das entspricht einem Rückgang von etwa 5 Prozent in den letzten 24 Stunden.
Interessanterweise hält sich Ethereum in diesem Moment noch stärker mit einem Rückgang von nur 3,93 Prozent.
Ist ein tieferer Boden in Sicht?
Nun ist natürlich die Frage, ob die Klage der SEC gegen Binance bedeutet, dass Bitcoin einen tieferen Boden bekommt und der Bärenmarkt noch nicht vorbei ist. Das mag jetzt unwahrscheinlich erscheinen, aber wenn sich herausstellt, dass Binance auf die gleiche Weise betrieben wird wie FTX, dann könnte das durchaus passieren.
Binance ist schließlich noch viel größer als FTX und verwaltet riesige Mengen an Bitcoin für ihre Kunden. Wenn sich herausstellt, dass sie papierene Bitcoin verkauften und die Leute dieser Plattform auch nicht vertrauen können, könnte das einen erheblichen Schlag nach unten für den Kurs bedeuten.
Laut Jeff Dorman, dem CIO von Arca, ist für die Branche nicht viel passiert. Er sagt unter anderem, dass die Nachricht, dass die SEC Krypto hasst, überhaupt keine Überraschung ist, worin er durchaus recht hat.
„Es hat einfach keine Auswirkungen mehr“, so Dorman. Das ist natürlich nicht ganz wahr, wenn wir zum Beispiel auf den Bitcoin-Kurs schauen. Weiterhin gibt es in einer globalen Industrie laut Dorman genug perfekte Alternativen, wobei er unter anderem Coinbase und Kraken nennt.
Schwieriger Ausblick
Alles in allem ist es schwierig, jetzt schon Monate im Voraus zu schauen und sinnvolle Aussagen über die Klage der SEC gegen Binance zu treffen. Schließlich könnte es noch Jahre dauern, bis wir darin ein endgültiges Urteil oder eine gewisse Klarheit bekommen. Schauen Sie dafür zum Beispiel auf den Fall zwischen Ripple und der SEC.
Allerdings ist eine Menge Unsicherheit hinzugekommen, was die Chance auf einen neuen Bullenlauf von Bitcoin wieder etwas verringert hat. Investoren mögen Unsicherheit nun einmal nicht und es lässt sich nicht leugnen, dass diese auf ein höheres Niveau gestiegen ist.
Darüber hinaus gibt es noch die makroökonomischen Bedingungen, die auch nicht zugunsten von Bitcoin und anderen Risiko-Assets sind. Die Federal Reserve hat die Zinsen in den letzten 14 Monaten aggressiv erhöht und auch davon müssen wir möglicherweise die volle Wirkung noch spüren.
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