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Tesla hat Anleger mit deutlich stärkeren Verkaufszahlen als erwartet positiv überrascht. Der Elektroautobauer lieferte im zweiten Quartal weltweit 480.126 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Tesla überrascht Analysten mit starken Auslieferungen

Wall Street hatte im Vorfeld im Schnitt mit rund 396.000 ausgelieferten Fahrzeugen gerechnet. Tesla kam am Ende auf 480.126 Auslieferungen und übertraf die Erwartungen damit deutlich.

Die starken Zahlen fallen auf, weil Tesla vor einem Jahr noch mit schwachen Verkäufen zu kämpfen hatte. Damals stand Konzernchef Elon Musk wegen seines politischen Engagements in der Regierung von Donald Trump stark in der Kritik. Analysten zufolge hielt das einen Teil der Verbraucher vom Kauf eines Tesla ab.

Mit den jüngsten Quartalszahlen zeigt das Unternehmen, dass die Nachfrage wieder anzieht, obwohl das Wachstum des weltweiten Marktes für Elektroautos nachlässt.

Anleger reagierten unmittelbar positiv. Die Tesla-Aktie legte im vorbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. Trotz dieser Erholung liegt der Titel seit Jahresbeginn weiterhin mehr als fünf Prozent im Minus. Damit bleibt Tesla hinter dem S&P-500-Index zurück, der im selben Zeitraum um mehr als neun Prozent gestiegen ist.

KI und Robotik rücken bei Elon Musk in den Fokus

Trotz der starken Verkaufszahlen blicken viele Anleger inzwischen über Teslas Geschäft als Autobauer hinaus. Elon Musk sieht die Zukunft des Unternehmens vor allem in künstlicher Intelligenz, autonomem Fahren und Robotik. Diese Technologien sollen aus seiner Sicht zu den wichtigsten Wachstumstreibern von Tesla werden.

Um diese Ambitionen umzusetzen, plant Tesla in diesem Jahr Investitionen von mehr als 25 Milliarden Dollar. Das ist etwa dreimal so viel wie im Vorjahr. Ein großer Teil davon fließt in den Ausbau von Fabriken, in denen der humanoide Roboter Optimus und das vollständig autonome Cybercab produziert werden sollen.

Unter Anlegern kursieren zudem zunehmend Gerüchte über eine mögliche Fusion von Tesla und SpaceX. Die Spekulationen nahmen zu, nachdem das Raumfahrtunternehmen im vergangenen Monat einen Rekord-Börsengang verzeichnet hatte. Musk hat entsprechende Pläne bislang nicht bestätigt.

Die starken Quartalszahlen verschaffen Tesla jedenfalls zusätzlichen finanziellen Spielraum, um diese kostspieligen Projekte weiter auszubauen. Damit unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, sich zunehmend als Technologiekonzern zu positionieren und nicht mehr nur als Hersteller von Elektroautos.

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