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Der Druck auf den KI-Sektor nimmt weiter zu. Die US-Futures lagen am Dienstag im asiatischen Handel leicht im Minus, während Südkorea besonders stark unter Druck geriet. Der Kospi verlor 10 Prozent, vor allem wegen kräftiger Verluste bei Samsung und SK Hynix.
Auch Japan stand deutlich unter Druck. Der Nikkei 225 fiel um 4 Prozent, der Topix verlor 2,42 Prozent. Damit weitet sich die Verkaufswelle bei Chipwerten von der Wall Street weiter nach Asien aus.
An der Wall Street verlief der Handel am Montag uneinheitlich. Der Dow Jones gewann mehr als 260 Punkte, auch der S&P 500 schloss knapp im Plus, gestützt von einem niedrigeren Ölpreis. Brent-Öl fiel unter 90 Dollar je Barrel, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran ihre Angriffe vorübergehend ausgesetzt hatten.

Unter der Oberfläche blieb der Druck auf Technologiewerte jedoch hoch. Der Nasdaq Composite verlor 0,2 Prozent, weil sich Anleger erneut von Chipwerten trennten. Damit wachsen die Zweifel, ob die Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz am Ende genügend Rendite abwerfen.
Diese Woche wird dafür entscheidend. Amazon, Meta, Microsoft und Apple legen Quartalszahlen vor. Vor allem die Zahlen der Hyperscaler sind für den Chipsektor wichtig. Entscheidend ist, ob diese Unternehmen ihre enormen KI-Investitionen weiter erhöhen.

Für Chipkonzerne wäre das positiv, weil höhere Investitionen mehr Nachfrage nach Chips, Servern, Speicher und Rechenzentren bedeuten. Für die Hyperscaler selbst könnte das dagegen freie Cashflows, Margen und Bewertungen belasten.
Genau dort liegt die Spannung. Der Markt will, dass Big Tech weiter in KI investiert, verlangt zugleich aber Belege, dass sich diese Investitionen auszahlen.
Neben den Quartalszahlen blickt der Markt auch auf die US-Notenbank. Am Mittwoch entscheidet die Fed über den Leitzins. Anleger rechnen damit, dass die Fed den Zinssatz unverändert lässt, wollen aber vor allem Hinweise auf den weiteren Kurs.
Laut CME FedWatch Tool preist der Markt für September eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein. Zudem stellt sich der Markt für die kommende Zeit auf drei Zinserhöhungen ein. Fraglich ist jedoch, ob es dazu kommt, wenn der KI-Sektor weiter so ins Stottern gerät.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank jedenfalls leicht auf etwa 4,63 Prozent. Die zweijährige Rendite fiel auf 4,31 Prozent, während die 30-jährige Rendite bei rund 5,12 Prozent verharrte. Das verschafft etwas Luft, reicht aber nicht, um die Sorgen über hohe Kapitalkosten zu zerstreuen.
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