Konto bei Bitvavo eröffnen und 15 XRP gratis sichern
Bitvavo: Jetzt 15 XRP
Bonus sichern
Der Milliardenwettlauf um künstliche Intelligenz belastet die Finanzmärkte zunehmend. Große Technologiekonzerne nehmen beispiellose Summen auf, um Chips, Rechenzentren und Rechenleistung zu finanzieren. Anleger fürchten inzwischen weniger, dass diese Unternehmen ihre Schulden nicht bedienen können. Sorge bereitet vielmehr, dass der Markt mit neuen Anleihen überflutet wird.
Erste Risse zeigen sich bereits. Neue Anleihen unter anderem von Nvidia und SpaceX verloren kurz nach der Platzierung an Wert. Amazon musste zugleich einen auffallend hohen Zins bieten, um genügend Käufer zu finden.
Alphabet, Amazon, Meta, Oracle, Nvidia und SpaceX haben in diesem Jahr zusammen Anleihen im Volumen von rund 244 Milliarden Dollar begeben, mehr als doppelt so viel wie im gesamten Vorjahr. Wie rasant die Entwicklung verlaufen ist, zeigt der Vergleich mit 2024: Damals waren es nach Daten von Dealogic nur 17 Milliarden Dollar.
Allein in den vergangenen Wochen brachten Nvidia, SpaceX und Amazon zusammen neue Anleihen im Umfang von rund 75 Milliarden Dollar an den Markt. Nvidia und Amazon nahmen jeweils 25 Milliarden Dollar auf. Auch SpaceX platzierte Schuldtitel über 25 Milliarden Dollar bei Investoren.

Die Unternehmen verwenden das Geld für den Bau von Rechenzentren und den Kauf fortschrittlicher Chips. Zudem investieren sie in Stromversorgung und weitere Infrastruktur, die für den Betrieb von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz erforderlich ist.
Für Anleger ist vor allem das Tempo ein Problem. Sie rechnen damit, dass die Technologiekonzerne in den kommenden Jahren weitere Hunderte Milliarden Dollar aufnehmen müssen. Viele Fondsmanager halten daher Liquidität für die nächste Anleiherunde zurück.
„Ein großer Teil des Marktes weiß, dass noch deutlich mehr kommen wird“, sagt Travis King, Leiter für Investment-Grade-Unternehmensanleihen bei Voya Investment Management. „Deshalb sind Anleger zurückhaltend, schon jetzt voll einzusteigen. Jeder will Spielraum für den nächsten Deal behalten.“
Anleihen großer, bonitätsstarker Unternehmen gelten normalerweise als vergleichsweise stabile Anlagen. Dennoch gaben mehrere neue Papiere nahezu unmittelbar nach Handelsbeginn nach.
Das trifft professionelle Anleger, die neue Anleihen kurz nach der Ausgabe gern mit Gewinn weiterverkaufen. Schon ein kleiner Kursrückgang kann die Rendite eines Anleihefonds deutlich belasten.
Die Nervosität greift zudem auf Anleihen über, die schon länger am Markt sind. Der Renditeaufschlag zehnjähriger Anleihen von Alphabet gegenüber US-Staatsanleihen stieg innerhalb einer Woche um 0,12 Prozentpunkte. Bei Meta lag der Anstieg bei 0,16 Prozentpunkten.
Der durchschnittliche Renditeaufschlag für bonitätsstarke Unternehmensanleihen erhöhte sich im selben Zeitraum lediglich um 0,02 Prozentpunkte. Das zeigt, dass der Verkaufsdruck vor allem bei Technologieunternehmen liegt.
Auch die Anleihen von SpaceX gerieten unter Druck. Das Unternehmen betrat zuletzt erstmals den Anleihemarkt. Seit der Ausgabe ist der Zinsaufschlag, den Anleger für die zehnjährige Anleihe verlangen, um fast einen halben Prozentpunkt gestiegen.
Die Entwicklung ist für den breiteren Anleihemarkt von Bedeutung. Technologieunternehmen erhalten in wichtigen Marktindizes ein immer größeres Gewicht. Fondsmanager können diese Papiere daher immer schwerer vollständig meiden.
Normalerweise planen Unternehmen große Anleiheplatzierungen sorgfältig. So verhindern sie, dass der Markt übersättigt wird und ihre Finanzierungskosten steigen. Der aktuelle Kampf um Rechenleistung ist jedoch so intensiv, dass Techkonzerne offenbar bereit sind, nahezu jederzeit Dutzende Milliarden Dollar aufzunehmen.
„Bei uns dreht sich derzeit fast alles um dieses Thema“, sagt Ryan Jungk von Newfleet Asset Management. „Für diese Unternehmen wirkt es dagegen, als hätten sie lediglich kurz den Anleihemarkt angezapft. Dass sie den Markt mit neuen Papieren überfluten, scheint sie kaum zu stören.“
Amazon musste bei seiner jüngsten Platzierung bereits einen höheren Zins zahlen, als Anleger es von dem Unternehmen gewohnt sind. Dennoch nahm der Konzern 25 Milliarden Dollar auf.
Alphabet versucht, den Druck teilweise zu begrenzen, indem der Konzern neben Anleihen auch neue Aktien ausgibt. Die Google-Mutter gab im Juni bekannt, in diesem Jahr mehr als 80 Milliarden Dollar Eigenkapital für Investitionen in künstliche Intelligenz aufnehmen zu wollen.
Anleiheinvestoren beruhigte das kaum. Einige Marktteilnehmer werten die Aktienausgabe vielmehr als Hinweis darauf, dass Alphabet noch deutlich mehr für künstliche Intelligenz ausgeben will als bislang erwartet.
Nach den höchsten Schätzungen könnten die gesamten Investitionen in den kommenden Jahren auf mehr als 10 Billionen Dollar steigen. Damit steht der Anleihemarkt vor einer schwierigen Abwägung.
Wer zu wenige Technologieanleihen hält, verpasst möglicherweise Kursgewinne, falls die Emissionen nachlassen. Wer jetzt zukauft, riskiert dagegen Verluste, wenn der Zustrom neuer Schulden unvermindert anhält.
„Wer den Tech-Trade falsch einschätzt, kann sich damit das ganze Jahr ruinieren“, sagt Jungk.
Seit dem Hoch bei 225 Dollar hat Musks Raumfahrtunternehmen fast 38 Prozent an Wert verloren. Wie konnte der Kurs so stark fallen?
Donald Trump will eine Abgabe auf den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erheben. Der Ölpreis zieht unmittelbar an, die Märkte verfolgen die Entwicklung aufmerksam.
Die Apple-Aktie legte um 15 Prozent zu, der Börsenwert stieg um knapp 600 Milliarden Dollar. Anleger sehen hohe KI-Ausgaben zunehmend kritisch. Apples Zurückhaltung erweist sich als Trumpf.
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.