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Asiatische Technologieaktien geraten erneut stark unter Druck. Die Verkaufswelle bei US-Chipwerten griff am Freitag auf Japan, Taiwan und Hongkong über und schürte neue Zweifel an der KI-Rally.
SoftBank verlor mehr als 9 Prozent. Tokyo Electron gab rund 9 Prozent nach, Advantest büßte ebenfalls mehr als 9 Prozent ein. Damit trifft es erneut jene Werte, die zu den größten Gewinnern des KI-Booms zählten.

Die Bewegung folgt auf eine schwache Sitzung an der Wall Street. Der Nasdaq verlor 1,47 Prozent, der VanEck Semiconductor ETF gab um fast 4 Prozent nach.
Der Verkaufsdruck konzentriert sich vor allem auf Aktien, die in den vergangenen Monaten besonders stark gestiegen waren. Anleger nehmen Gewinne bei Unternehmen mit, die unmittelbar mit KI, Chips, Speichertechnologie und Rechenzentren verbunden sind.
Das heißt nicht automatisch, dass die KI-Story fundamental beschädigt ist. Es zeigt aber, dass der Markt anspruchsvoller wird. Nach Monaten massiver Kursanstiege reicht gute Nachrichtenlage allein nicht mehr aus. Anleger wollen Belege dafür sehen, dass die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur langfristig ausreichende Renditen bringen.
Auffällig ist, dass auch TSMC trotz starker Zahlen nachgab. Das Unternehmen meldete einen deutlichen Gewinnanstieg und hob die Investitionsausgaben für dieses Jahr auf 60 bis 64 Milliarden Dollar an.

Normalerweise wäre das ein Vertrauenssignal.
Anleger werteten es jedoch anders. Höhere Investitionen bedeuten auch höhere Kosten und erhöhen den Druck, künftiges Wachstum tatsächlich zu liefern.
Darin liegt der Kern der Zweifel. Der KI-Zyklus bleibt stark, doch der Kapitalbedarf nimmt weiter zu. Das macht Anleger sensibler für die Frage, ob Hyperscaler, Chiphersteller und Infrastrukturunternehmen ihre Ausgaben dauerhaft rechtfertigen können.
Die Schwäche beschränkte sich nicht auf Japan. TSMC verlor in Taiwan 3,64 Prozent. Auch chinesische Technologieaktien gaben nach, darunter Tencent, Meituan, Kuaishou, Baidu und Alibaba.
Kioxia wurde zusätzlich belastet und verlor mehr als 14 Prozent, nachdem eine Jury in Texas das Unternehmen wegen Patentverletzung zur Zahlung von 229 Millionen Dollar verurteilt hatte.
Südkorea blieb wegen eines Feiertags geschlossen, doch SK Hynix hatte bereits am Donnerstag mehr als 11 Prozent verloren. Die US-Notierung von SK Hynix gab später sogar um mehr als 13 Prozent nach.
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