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Supertanker mit fast 80 Millionen Barrel Öl an Bord warten im Persischen Golf darauf, die Straße von Hormus zu passieren, sobald Händler und Reedereien grünes Licht geben.
Laut Daten von Vortexa, die von Bloomberg gesammelt wurden, befindet sich die Ladung an Bord von vierzig der größten Öltanker der Welt. Die Gesamtmenge an Öl in der Region ist wahrscheinlich noch höher, da kleinere Tanker in den Berechnungen nicht berücksichtigt wurden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden täglich etwa 15 Millionen Barrel Öl aus dem Persischen Golf nach Asien verschifft.
Die Öl- und Schifffahrtsbranche verfolgt die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus genau. Nach dem vorläufigen Abkommen zwischen den USA und Iran scheint der Schiffsverkehr allmählich wieder in Gang zu kommen. Öltanker gehören zu den ersten Schiffen, die die strategische Wasserstraße nutzen.
Von den vierzig Supertankern haben 21 Asien als Ziel angegeben, darunter fünf mit Ziel China. Weitere fünf Schiffe steuern auf Umladeplätze vor der Küste Malaysias und Singapurs zu. Laut Schiffsangaben fuhren am Freitagmorgen bereits mindestens drei Tanker mit normaler Geschwindigkeit in Richtung Straße von Hormus.
Für asiatische Abnehmer sind das gute Nachrichten. Die Region ist stark abhängig von Öl aus dem Nahen Osten. Während des Konflikts mussten verschiedene Raffinerien ihre Produktion drosseln, während Länder ihre strategischen Reserven einsetzten, um Engpässe auszugleichen. Die Wiederaufnahme der Öllieferungen könnte somit den Druck auf die Energieversorgung verringern.
Dennoch ist noch unklar, wie sicher die Lage rund um die Straße von Hormus tatsächlich ist. Drei saudische Supertanker tauchten am Donnerstag erneut im Golf von Oman auf, was darauf hindeutet, dass der Schiffsverkehr vorsichtig wieder aufgenommen wird. Gleichzeitig warnte der maritime Branchenverband BIMCO, dass trotz der Absprachen zwischen den USA und Iran weiterhin erhebliche Sicherheitsrisiken bestehen.
Diese Unsicherheit scheint Reedereien und Händler bislang nicht abzuschrecken. Der Optimismus über eine mögliche Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße hat in den letzten Tagen zu mehr Schiffsverkehr in der Region geführt. Laut Schiffstracking-Daten passierten am Donnerstag Tanker mit fast 10 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus oder befanden sich direkt außerhalb der Meerenge, darunter mehrere saudische Supertanker.
Die tatsächliche Anzahl der Schiffe und das Ausmaß der transportierten Ladung könnten sich in den kommenden Tagen noch ändern. Einige Tanker haben aus Sicherheitsgründen ihre Transponder ausgeschaltet, während elektronische Störungen die Standortdaten anderer Schiffe beeinflussen können. Auch können Tanker unterwegs ihr Ziel noch ändern.
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