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Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nimmt erstmals seit den jüngsten iranischen Angriffen auf Schiffe wieder zu. Immer mehr Reedereien schicken Öltanker in den Persischen Golf.
Nach Daten von Kpler passierten am Montag rund 24 Frachtschiffe die strategisch wichtige Wasserstraße in beide Richtungen. Darunter waren Öltanker, LNG-Schiffe und Massengutfrachter. Auch am Dienstag setzte sich der Trend fort: Erneut fuhren ein Supertanker und mehrere kleinere Schiffe in den Golf ein.
Die Öltanker, die die Straße von Hormus passierten, verfügen zusammen über eine Kapazität von rund 11 Millionen Barrel Rohöl. Das deutet darauf hin, dass Reedereien die Route wieder als sicherer einschätzen. Zuvor war die Zahl der Passagen deutlich gesunken, nachdem am vergangenen Donnerstag ein Containerschiff angegriffen worden war.
Nach den Vorfällen führten die Vereinigten Staaten neue Angriffe auf Iran aus. Kurz darauf verständigten sich beide Länder im Vorfeld der Friedensgespräche in dieser Woche auf eine vorläufige Waffenruhe. Reedereien, Händler und Anleger verfolgen die Rückkehr der Tanker daher mit großer Aufmerksamkeit. Für die ölproduzierenden Staaten der Region ist sie von erheblicher Bedeutung, da sie ihre Exporte und die Förderung wieder ausweiten wollen.
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Engpässen des weltweiten Ölhandels. Täglich passiert ein erheblicher Teil der globalen Ölexporte diese schmale Passage. Störungen können daher unmittelbare Folgen für den Ölpreis und die weltweite Energieversorgung haben.
Unter den Schiffen, die wieder in den Persischen Golf einfahren, befinden sich mehrere leere Supertanker. Das deutet darauf hin, dass sie unterwegs sind, um Öl zu laden. Dass Reedereien ihre größten Tanker wieder in die Region schicken, zeigt, dass sie kurzfristig mit einer weiteren Wiederaufnahme der Ölexporte rechnen.
Dennoch bleibt die Lage fragil. Die Erholung des Schiffsverkehrs hängt maßgeblich davon ab, ob die Waffenruhe zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hält. Eine neue Eskalation könnte den Transport erneut beeinträchtigen. Vorerst deuten die Bewegungen der Tanker darauf hin, dass das Vertrauen in die Route langsam zurückkehrt.
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