Die Regierungspartei Südkoreas, die People’s Power Party, hat offiziell vorgeschlagen, die Einführung der Steuer auf Kryptohandelsgewinne im Land zu verschieben.
Der Vorschlag wurde am 12. Juli eingereicht, wobei die Partei angab, dass das aktuelle Sentiment gegenüber Krypto-Assets sich verschlechtert habe. Laut der Partei sei es „im Moment nicht ratsam“, schnell Steuern auf virtuelle Vermögenswerte einzuführen.
Anleger könnten den Markt nach Einführung der Steuer verlassen
Der Vorschlag betont, dass Anleger den Markt voraussichtlich verlassen werden, wenn eine Einkommensteuer auf Kryptogewinne erhoben wird, da Krypto höhere Risiken birgt als Aktien. Ursprünglich sollte die Steuer auf Kryptogewinne am 1. Januar 2025 in Kraft treten. Wenn der Vorschlag jedoch genehmigt wird, wird die Einführung der Steuer auf den 1. Januar 2028 verschoben.
Im Vorfeld der allgemeinen Wahlen in Südkorea im April versprach die People’s Power Party, die Einführung der Steuer auf Kryptogewinne um zwei Jahre zu verschieben. Die Partei erklärte am 19. Februar, dass das Land zunächst einen allgemeinen Kryptorahmen schaffen müsse, bevor Steuern erhoben werden könnten. Steuern auf Kryptowährungen sollten erst eingeführt werden, wenn dieser Rahmen vollständig festgelegt sei, so die Partei.
Ein Vertreter der Partei betonte, dass im Gegensatz zur Börse keine Entität verpflichtet sei, die Aufsicht über Kryptotransaktionen zu führen. Die Partei hält es für notwendig, zwei Jahre für die Entwicklung solcher Aufsichtssysteme aufzuwenden.
Gesetzesvorschlag wird immer wieder verschoben
Laut der lokalen Medienquelle The Korea Economic Daily war geplant, die Steuer auf Kryptowährungen ursprünglich 2021 einzuführen. Aufgrund von Gegenreaktionen von Führern und Interessenvertretern der Kryptoindustrie beschloss die Regierung jedoch, die Implementierung bis 2023 und dann erneut bis zum 1. Januar 2025 zu verschieben, wobei Bedenken hinsichtlich der Interessen der Investoren angeführt wurden.
Wenn der neue Vorschlag der Regierungspartei angenommen wird, wird die Einführung der Steuer auf Kryptowährungen um fast sieben Jahre im Vergleich zum ursprünglich geplanten Start verschoben.
In Südkorea müssen Anleger eine Kapitalertragsteuer von 20% zahlen, wenn ihr Jahresgewinn mehr als 2,5 Millionen Won (etwa 1.800 USD) beträgt. Diese Schwelle liegt deutlich niedriger als die für Aktien, bei denen nur Gewinne über 50 Millionen Won (etwa 36.000 USD) steuerpflichtig sind.
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