In einer neuen Initiative hat die südkoreanische Regierung Pläne enthüllt, ein Gesetzesvorhaben vorzulegen, das darauf abzielt, nordkoreanische Kryptowährungen und virtuelle Vermögenswerte aufzuspüren und einzufrieren, die zur Finanzierung illegaler Waffenprogramme eingesetzt werden.
Gesetzesvorhaben in Entwicklung
Gemäß einem Bericht des lokalen Medienkanals Korea JoongAng Daily bestätigten verschiedene anonyme Regierungsquellen am 3. August, dass das Gesetzesvorhaben derzeit in Entwicklung ist. Ein anonymer Regierungsbeamter erklärte, dass das Gesetzesvorhaben angeblich die Vision des Präsidenten widerspiegelt, die Cyber-Sicherheitsinfrastruktur des Landes zu stärken.
Eine andere Quelle in der Regierung, die um Anonymität bat, enthüllte, dass die neueste Version des Gesetzesvorhabens spezifische Maßnahmen enthält, um Kryptowährungen und andere virtuelle Vermögenswerte aufzuspüren und zu neutralisieren, die durch Hacks und Exploits von Nordkorea erbeutet wurden. Diese zusätzliche Bestimmung war angeblich nicht in dem ursprünglichen Gesetzesvorhaben enthalten, das im November 2022 vom Nationalen Nachrichtendienst (NIS) vorgeschlagen wurde.
Einrichtung eines Cyber-Sicherheitsausschusses
Zusätzlich zu den vorgeschlagenen neuen Gesetzen zur Cyber-Sicherheit plant die Regierung angeblich die Einrichtung eines nationalen Cyber-Sicherheitsausschusses, der direkt der Autorität des Präsidenten unterstellt sein wird. Dieser Ausschuss hat zum Ziel, verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der nationalen Verteidigung gegen Hackversuche ausländischer Entitäten umzusetzen.
Gemäß dem Bericht wird dieser Ausschuss vom Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros geleitet, und der Direktor des Nationalen Nachrichten- und Sicherheitsdienstes (NOS) wird ebenfalls Teil dieser wichtigen Initiative sein.
Beträchtliche Menge an gestohlenen Kryptowährungen
Nordkoreanische Hacker haben in den letzten Jahren eine beträchtliche Menge digitaler Vermögenswerte durch verschiedene Exploitationsmethoden erbeutet. Am 18. August berichtete das Blockchain-Informationsbüro TRM Labs, dass seit 2018 schätzungsweise etwa 2 Milliarden US-Dollar durch nordkoreanische Cyberangriffe verloren gegangen sind. Aktuelle Daten zeigen, dass Nordkorea allein im Jahr 2023 für die Entwendung von 200 Millionen US-Dollar an Kryptowährungen verantwortlich war, was 20% aller gestohlenen Gelder in diesem Jahr entspricht.
Gleichzeitig hat das US-amerikanische Bundeskriminalamt (FBI) Anstrengungen unternommen, um staatlich unterstützte nordkoreanische Hacker aufzuspüren. Am 23. August markierte das FBI sechs Bitcoin-Wallets, die mit der nordkoreanischen Hackergruppe Lazarus in Verbindung standen. Diese Wallets enthielten insgesamt 1.580 Bitcoin im Wert von etwa 40 Millionen US-Dollar, von denen angenommen wird, dass sie aus verschiedenen Hackeroperationen stammen.
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