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Der US-Dollar feiert ein Comeback. Aufgrund der strikteren Haltung der US-Notenbank entwickelt sich der Dollar derzeit zum dominanten Faktor auf dem Devisenmarkt.

Währungen aus Schwellenländern und rohstoffreichen Nationen, die zu Beginn des Jahres noch von steigenden Rohstoffpreisen und erwarteten Zinssenkungen in den USA profitierten, geraten nun unter Druck.

Dollarindex steigt und belastet andere Coins. Quelle: TradingView

Warsh beeinflusst den Markt

Kevin Warsh setzte bei seiner ersten Sitzung als Fed-Vorsitzender sofort andere Akzente. Die Zentralbank beließ die Zinsen unverändert, aber das Dot-Plot-Diagramm zeigte, dass mehrere Entscheidungsträger nun mit einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr rechnen.

Steigende US-Zinsen machen den Dollar attraktiver. Insbesondere dann, wenn sich die US-Wirtschaft als stärker erweist, als Investoren vor einigen Monaten erwarteten. Dies setzt Währungen unter Druck, die zuvor aufgrund ihrer höheren Zinsen oder Rohstoffexposition beliebt waren.

Carry Trades werden rückgängig gemacht

Einer der beliebtesten Trades dieses Jahres war der Carry Trade. Investoren leihen in einer Währung mit relativ niedrigen Finanzierungskosten und kaufen Währungen oder Anleihen mit höheren Zinsen. Das funktionierte gut, solange der Markt dachte, die Fed würde in Richtung Zinssenkungen gehen.

Doch dieses Bild hat sich geändert. Der brasilianische Real, der australische Dollar und der südkoreanische Won haben im vergangenen Monat mehr als 2 Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Die norwegische Krone büßte sogar mehr als 4 Prozent ein.

Starker Dollar beeinflusst mehr als nur Währungen

Ein stärkerer Dollar und steigende reale US-Zinsen haben weitreichende Folgen. Sie machen US-Anleihen attraktiver und ziehen Kapital aus anderen Märkten ab.

Das trifft nicht nur Währungen von Schwellenländern, sondern auch Gold, Bitcoin (BTC), Aktien und andere riskante Anlagen.

Die Logik dahinter ist klar. Wenn Investoren hohe Zinsen in Dollar erzielen können, wird es weniger attraktiv, Risiken in Währungen oder Vermögenswerten einzugehen, die anfälliger für Kapitalabflüsse sind. Genau deshalb ist der jüngste Kurswechsel der Fed von solcher Bedeutung.

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