Eine neue Analyse des Blockchain-Analyseunternehmens Bubblemaps wirft ernsthafte Fragen zur Fairness beim Start des AVA-Tokens auf Solana auf. Die Kryptowährung, die für Anwendungen mit KI-Agenten gedacht ist, war zu Beginn stark in den Händen einer kleinen Gruppe von Wallets konzentriert.
Verdächtige Verteilung des AVA-Tokens beim Start
Laut Bubblemaps hielten 23 miteinander verbundene Wallets zum Zeitpunkt des Starts etwa 40 Prozent des gesamten Angebots an AVA-Tokens. Diese Wallets zeigten bemerkenswert identisches Verhalten: Sie wurden gleichzeitig über Plattformen wie Binance und Bitget gefüllt, erhielten ähnliche Mengen an Solana (SOL) und wiesen kaum vorherige Transaktionen auf.
Ein solches Muster deutet laut dem Analyseunternehmen auf mögliche Koordination hin, was Fragen zur Transparenz und Fairness der Tokenverteilung beim Start aufwirft.
Gleiche Chancen? Nicht auf Pump.fun
Auffällig ist, dass der Tokenstart über die Plattform Pump.fun erfolgte, die sich als faires, community-getriebenes Alternativmodell zu traditionellen Launches präsentiert. Bubblemaps kommt jedoch zu dem Schluss, dass frühzeitig ein erheblicher Teil der Tokens in den Händen einer einzigen Partei landete.
In der Kryptoindustrie wird eine starke Konzentration von Tokens oft als riskant angesehen. In früheren Fällen führte dies zu sogenannten Rug Pulls, bei denen Insider große Mengen an Tokens verkaufen, sobald der Kurs steigt. Investoren bleiben dann mit wertlosen Tokens zurück.
Snipen und die Rolle von KI
Die Verteilung erinnert laut Bubblemaps an „Snipen“ – eine Praxis, bei der automatisierte Bots neue Tokens direkt nach dem Start aufkaufen. Häufig geschieht dies, bevor reguläre Investoren eine Chance haben.
AVA wurde im November 2024 eingeführt und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem beliebten Utility-Token innerhalb von Holoworld AI, einer Plattform, die es Nutzern ermöglicht, KI-Agenten zu erstellen und zu nutzen. Der Token erreichte Anfang 2025 einen vollständig verwässerten Wert von 300 Millionen Dollar, steht aber inzwischen mehr als 96 Prozent unter seinem Höchststand.
Bubblemaps enthüllt: AVA-Konzentration erst viel später entdeckt
Die verdächtigen Transaktionen wurden erst durch das „Time Travel“-Tool von Bubblemaps enthüllt, das historische Blockchain-Aktivitäten rekonstruiert. Dadurch wurde sichtbar, wie eine kleine Anzahl von Wallets frühzeitig eine dominante Position einnahm.
Heute steht der AVA-Token mehr als 79 Prozent unter seinem Startwert. Für viele Investoren sind die Verluste erheblich. Holoworld AI selbst wächst jedoch weiter und beansprucht inzwischen mehr als 1 Million Nutzer.
Transparenz entscheidend für Vertrauen in Krypto
Die Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung eines fairen und transparenten Starts bei neuen Kryptoprojekten. Besonders in einem Sektor, der regelmäßig von fragwürdigen Praktiken geplagt wird, ist Vertrauen essenziell.
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