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Die jüngste Krypto-Hausse wurde vor allem durch das große Kapital angetrieben, das in die digitale Welt eingestiegen ist. Einer neuen Untersuchung der japanischen Großbank Nomura zufolge gibt es noch viele institutionelle Investoren, die bereit sind, in Krypto zu investieren.
Fast vier von fünf Befragten wollen in den nächsten drei Jahren in Krypto investieren.
Nomura und ihre Krypto-Sparte Laser Digital veröffentlichten diese Woche die 2026 Institutional Investor Survey on Digital Asset Investment Trends. Zwischen dem 16. Dezember und dem 29. Januar wurden 518 Fachleute befragt, darunter institutionelle Investoren, Family Offices und öffentliche Organisationen. Zusammen verwalten sie mehr als 60 Milliarden Dollar.
Davon gaben 79 Prozent an, innerhalb von drei Jahren Krypto in ihr Portfolio aufnehmen zu wollen. Sechs von zehn erklärten, zwischen 2 und 5 Prozent ihres Vermögens in digitale Coins investieren zu wollen.
Das Sentiment hat sich gegenüber der vorherigen Ausgabe im Juni 2024 deutlich gewandelt. Die positiven Aussichten stiegen von 25 auf 31 Prozent, während der Anteil der Pessimisten von 23 auf 18 Prozent zurückging.
Nomuras Zahlen bestätigen, was anderswo bereits sichtbar ist. Die in den USA börsennotierten Bitcoin-Fonds (BTC) brachen in ihrem ersten Jahr alle Rekorde mit einem Zufluss von über 35 Milliarden Dollar, was als beste ETF-Einführung aller Zeiten bezeichnet wurde.
Inzwischen verwalten die Fonds rund 96 Milliarden Dollar, und aus Quartalsberichten geht hervor, dass institutionelle Anleger für etwa 20 bis 25 Prozent des Zuflusses verantwortlich sind.
Auch an den Börsen wird kräftig eingekauft, wobei Michael Saylors Strategy als unangefochtener Spitzenreiter über 58 Milliarden Dollar in Coins auf seiner Bilanz hat.
Der wichtigste Grund für den Einstieg? Diversifizierung. 65 Prozent der Befragten sehen Krypto als Mittel zur Risikostreuung, im Vergleich zu 62 Prozent zuvor. Die geringe Korrelation mit traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen spielt den digitalen Coins in die Karten.
Dies passt in einen breiteren Trend. Wo Hedgefonds, Pensionskassen und große Vermögensverwalter Krypto jahrelang gemieden haben, steigen sie nun massenhaft ein.
Anleger wollen nicht nur von steigenden Kursen profitieren, sondern auch Renditen aus den Coins selbst erzielen. Zwei von drei Befragten wollen Staking betreiben, um ein Blockchain-Netzwerk zu sichern und dafür passives Einkommen zu erhalten. Ethereum (ETH) und Solana (SOL) bieten beispielsweise die Möglichkeit, einige Prozent „Zinsen“ zu verdienen.
Auch das Verleihen von Krypto ist ein beliebtes Ziel: 65 Prozent wollen über solche Konstruktionen zusätzliche Renditen erzielen, häufig indem sie digitale Coins als Sicherheit verwenden.
Die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte erzielt ebenfalls 65 Prozent. Dabei werden Besitztümer wie Aktien, Anleihen oder Immobilien in digitale Versionen auf einer Blockchain umgewandelt, was schnelleres und flexibleres Handeln ermöglicht.
Derivate, Finanzkontrakte, mit denen man spekulieren oder Risiken absichern kann, ohne den Coin selbst zu besitzen, werden von 63 Prozent der Befragten bevorzugt.
Stablecoins kommen ebenfalls gut an. Diese digitalen Coins koppeln ihren Wert an den Dollar oder den Euro, und 63 Prozent der Befragten sehen konkrete Anwendungsmöglichkeiten. Diese reichen vom Liquiditätsmanagement über grenzüberschreitende Zahlungen, Devisenhandel bis hin zu Investitionen in tokenisierte Wertpapiere.
Dennoch sind nicht alle Zweifel ausgeräumt. Nomura hebt die Herausforderungen hervor, Krypto korrekt zu bewerten, Gegenparteirisiken, hohe Volatilität und unklare Regulierung als Haupthemmnisse.
Gleichzeitig schreitet die Adoption schneller voran als je zuvor. Das Angebot an Anlageprodukten wächst, das Risikomanagement wird professioneller und die Regulierung nimmt zunehmend Gestalt an. Laut Nomura verschiebt sich der Fokus damit von grundlegenden Zweifeln zur praktischen Frage, wie man am besten einsteigt.
Die heftigen Ausschläge früherer Kryptozyklen verlieren offenbar an Kraft, weil institutionelle Anleger und höhere Liquidität den Markt reifer machen.
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