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Der weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber Strategy hat in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit Dezember keine neuen Bitcoins (BTC) gekauft. Damit endet eine Serie von dreizehn Wochen, in denen das Unternehmen Milliarden Dollar investiert hat.
Jeden Sonntag veröffentlichte Michael Saylor, der Mitgründer und Executive Chairman von Strategy, auf X ein Diagramm mit orangenen Punkten, die einen neuen Kauf ankündigten. An diesem Wochenende gab es das jedoch erstmals seit dem 22. Dezember nicht.
Saylor hat 2020 die Bitcoin-Strategie initiiert. Damals war er noch CEO, trat jedoch 2022 zurück, um sich vollständig auf die aggressive Bitcoin-Kaufstrategie zu konzentrieren.
Am Nachmittag wird sich zeigen, ob das Unternehmen seine immense Bitcoin-Reserve tatsächlich nicht aufgestockt hat. Denn jeden Montag reicht Strategy ein 8-K-Formular bei der Securities and Exchange Commission (SEC) ein, das einen Überblick über die Aktienverkäufe und Bitcoin-Käufe der vergangenen Woche bietet.
Der Grund für die Pause liegt in einem finanziellen Engpass. Strategy kauft seine Bitcoins nicht aus eigenen Gewinnen, sondern finanziert dies durch die Ausgabe neuer Aktien, deren Erlös in BTC investiert wird. Diese Finanzierungsmethode ist derzeit ins Stocken geraten.
Hier spielt das STRC-Vorzugsaktie eine entscheidende Rolle, das Strategy zunehmend als Hauptfinanzierungsinstrument nutzt. Diese Aktie ist darauf ausgelegt, bei etwa 100 Dollar zu bleiben, mit einer variablen Dividende, die derzeit bei 11,5 Prozent pro Jahr liegt. Sinkt der Kurs unter diese 100-Dollar-Marke, kann das Unternehmen keine neuen Aktien ausgeben, ohne Verlust auf jede verkaufte Aktie zu machen.
Genau das ist in den vergangenen Wochen geschehen. Nach dem sogenannten Ex-Dividenden-Datum am 13. März, ab dem Käufer keinen Anspruch mehr auf die nächste Dividendenzahlung haben, fiel STRC unter diese kritische Schwelle. Erst am 26. März erholte sich der Kurs wieder auf 100 Dollar. In der Zwischenzeit war es Strategy nicht möglich, über diesen Weg weitere Bitcoins zu erwerben.
Auf der anderen Seite wird die gewöhnliche MSTR-Aktie derzeit rund 76 Prozent unter dem Höchststand von November 2024 gehandelt. Der aktuelle Wert der Aktie liegt unter dem der darunterliegenden Bitcoins, die das Unternehmen besitzt. Neue Aktien zu diesem Kurs zu verkaufen, verwässert das Interesse der bestehenden Aktionäre, ohne dass genügend Kaufkraft gegenübersteht.
Strategy begann im August 2020 als erstes börsennotiertes Unternehmen mit dem Kauf von Bitcoin als Reserve für die Bilanz. Seitdem hat es sich zum mit Abstand größten Unternehmensinhaber weltweit mit 762.099 BTC entwickelt.
Über die Jahre hat das Nasdaq-Unternehmen zunehmend mehr Bitcoins erworben. Im gesamten Jahr 2022, mitten im letzten Krypto-Winter, kaufte das Unternehmen etwa 8.000 BTC für rund 300 Millionen Dollar. In diesem Jahr wurden bereits 90.831 Bitcoins für insgesamt 4,3 Milliarden Dollar erworben.
Wie damals steht das Unternehmen über seine gesamte Position hinweg im Minus. Aktuell beläuft sich der (nicht realisierte) Verlust auf etwa 7 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis von Strategy liegt bei 75.692 Dollar pro Bitcoin, während der Bitcoin-Kurs derzeit bei etwa 67.000 Dollar steht.
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