Michael Saylors Unternehmen MicroStrategy (MSTR) hat in der vergangenen Woche Bitcoin (BTC) im Wert von knapp 50 Millionen Dollar seiner Bilanz hinzugefügt. Das US-Softwareunternehmen hält nun insgesamt 641.692 BTC im Wert von über 68 Milliarden Dollar.
Kauf mit neuer Aktiengattung finanziert
Es handelt sich um den Kauf von 487 Bitcoin, finanziert über eine ungewöhnliche Konstruktion. Erstmals nutzte Strategy seine Vorzugsaktien ‘Stretch’ (STRC), um frisches Kapital einzuwerben. Diese Aktien zahlen Anlegern monatlich eine Dividende und bieten eine stattliche Jahresrendite von 10,5 Prozent. Auf diesem Weg nahm das Unternehmen 26,2 Millionen Dollar ein.
Der Rest des Kaufbetrags wurde über die Vorzugsaktien ‘Strife’ (STRF) finanziert – ebenfalls über ein sogenanntes ‘At-the-Market-Programm’, bei dem Aktien direkt am Markt verkauft werden.
Michael Saylor selbst teilte die Neuigkeiten auf X:
Signal einer Erholung?
Das Timing ist bemerkenswert. Strategy kauft wieder Bitcoin zu einem Zeitpunkt, an dem die MSTR-Aktie deutlich abgekühlt ist. Die Prämie, die die Aktie jahrelang gegenüber dem Wert ihrer BTC-Reserven aufwies, ist weitgehend verschwunden.
Diese Überbewertung war Anfang des Jahres bereits scharf vom bekannten Leerverkäufer Jim Chanos kritisiert worden. Er stellte damals eine Short-Position in MSTR gegen eine Long-Position in Bitcoin selbst. Am Wochenende teilte Chanos mit, dass er seine Short inzwischen geschlossen hat – womöglich ein Hinweis darauf, dass der Boden erreicht ist.
Auch das Wall Street Journal griff die Geschichte auf. Ein Artikel am Wochenende zeigte schmerzhaft, wie stark börsennotierte Unternehmen mit Krypto-Reserven abgestürzt sind. Ein Händler brachte es auf den Punkt: “Man zahlte zwei Dollar für einen Ein-Dollar-Schein. Am Ende verschwinden diese Prämien.”
Diese Phase scheint nun vorbei. Bitcoin stieg am Wochenende wieder über 106.000 Dollar. Und auch Strategy zog an: Die Aktie legte am Montagmorgen im vorbörslichen Handel um 3,2 Prozent zu.
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