Strategy, das börsennotierte Unternehmen mit den meisten Bitcoin (BTC) in der Bilanz, kündigte am Montag bereits einen Kauf von BTC im Wert von 1,28 Milliarden Dollar an. Diese Woche scheint es erneut einen großen Coup gelandet zu haben. Gestern Abend wurde bekannt, dass Strategy wahrscheinlich über STRC erneut 1.360 Bitcoin erwerben konnte.

Das ist ein Rekord für dieses Instrument. Es ist an der Zeit, einen genaueren Blick darauf zu werfen, da die Käufe von Strategy mit STRC offenbar immer schneller voranschreiten.

Wie kann Strategy mit STRC so viele Bitcoin erwerben?

STRC ist ein neues Finanzinstrument, das von Strategy genutzt wird, um zusätzliches Kapital für den Kauf von Bitcoin zu beschaffen. Es steht für Strategy Convertible Preferred Stock, also wandelbare Vorzugsaktien, die derzeit eine Dividende von etwa 11,5 Prozent ausschütten.

Gerade diese hohe Rendite ist ein wesentlicher Grund, warum Investoren verstärkt Interesse an diesem Instrument zeigen. So kann Strategy die Aktien verkaufen und mehr Bitcoin erwerben.

Warum 11,5% so attraktiv sind

In der aktuellen Marktlage ist eine Rendite von 11,5 Prozent außergewöhnlich hoch für ein börsennotiertes Unternehmen.

Zum Vergleich:

  • US-Staatsanleihen bieten etwa 4-5 Prozent
  • Investment-Grade-Unternehmensanleihen 5-6 Prozent
  • Viele Aktien zahlen 2-3 Prozent Dividende

Zudem erhalten Anleger einen weiteren Vorteil: die Möglichkeit, ihre Vorzugsaktien später in normale Aktien von Strategy zu wandeln. Steigt der Kurs von Strategy, etwa durch einen Anstieg des Bitcoin-Kurses, können Investoren indirekt davon profitieren.

Das Instrument kombiniert also:

  • hohe Zinsen
  • Risikoexposition gegenüber Bitcoin
  • Option auf Kursgewinne

Das erklärt, warum derzeit so viel Nachfrage besteht.

Wie Strategy mit STRC Liquidität aufbringt

Die Aktien werden über ein sogenanntes ATM-Programm (At-The-Market) verkauft.

Das bedeutet, dass Strategy, das Unternehmen des Bitcoin-Befürworters Michael Saylor, die neuen Aktien schrittweise an der Börse zum aktuellen Marktpreis verkauft. Das Unternehmen kann also kontinuierlich Kapital beschaffen, solange Investoren bereit sind, die Aktien zu kaufen.

Mit den eingehenden Mitteln kauft Strategy dann Bitcoin. Die 11,5 Prozent Dividendenrendite wird aus verschiedenen Quellen gezahlt:

  • Operative Cashflows: Strategy betreibt nach wie vor ein Softwareunternehmen, das Einnahmen generiert.
  • Neue Finanzierungen: Das Unternehmen nimmt regelmäßig neues Kapital über Aktien und Anleihen auf.
  • Der Wert der Bitcoin-Strategie selbst: Steigt der Bitcoin-Kurs, erhöht sich der Wert der Bilanz, und Strategy kann relativ einfach neues Kapital beschaffen.

Im Wesentlichen vertraut der Markt darauf, dass Strategy dank seiner Position als großer Bitcoin-Halter weiterhin Zugang zum Kapitalmarkt hat. So hat Strategy ein Produkt geschaffen, das derzeit sehr erfolgreich für den Bitcoin-Kauf genutzt wird.

Dies scheint nun auch maßgeblich zur Erholung des Bitcoin-Kurses beizutragen. In der vergangenen Woche konnte sich Bitcoin stark behaupten. Dies ist natürlich auch teilweise auf den umfangreichen Zukauf in Höhe von 1,28 Milliarden Dollar durch Strategy zurückzuführen.

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