Vor Kurzem brachte der Republikaner Warren Davidson einen neuen Gesetzesentwurf ein, den „Bitcoin for America Act“. Damit soll es US-Bürgern künftig möglich sein, ihre Steuern nicht nur in US-Dollar, sondern auch in Bitcoin (BTC) zu bezahlen.

Wird der Entwurf tatsächlich verabschiedet, wäre das ein weiterer Meilenstein für die größte Kryptowährung. Ein Schritt, der die Akzeptanz und die weitere Integration der digitalen Währung in das traditionelle Finanzsystem erheblich vorantreiben könnte.

Neuer Gesetzesentwurf ermöglicht Bitcoin-Zahlungen an den Staat

Am 20. November 2025 reichte Davidson den Entwurf im US-Repräsentantenhaus ein, das mit der Zweiten Kammer in den Niederlanden vergleichbar ist. Mit dem Gesetz sollen die Bürger des Landes die Möglichkeit erhalten, ihre Steuern sowohl in US-Dollar als auch in Bitcoin zu bezahlen. Damit würden die Vereinigten Staaten die digitale Währung faktisch als zugelassenes nationales Zahlungsmittel einstufen.

Nach Ansicht des Politikers würde diese Maßnahme die nationale Finanzstabilität langfristig stärken. Zudem könnten sich die Vereinigten Staaten als Vorreiter im Bereich digitaler Vermögenswerte positionieren. Die Bitcoin, mit denen die Bürger ihre Steuern begleichen, sollen dem Plan zufolge nach Eingang in die nationale Bitcoin-Reserve überführt werden. Diese besteht derzeit vollständig aus beschlagnahmten Bitcoin.

Davon dürfte die USA profitieren, da allgemein erwartet wird, dass der Wert dieser Bestände langfristig weiter steigt – im Gegensatz zum US-Dollar, der durch verschiedene Faktoren, darunter die Inflation, zunehmend an Kaufkraft verliert.

Mehrere Folgen für die größte Kryptowährung

Sollte der Gesetzesentwurf tatsächlich umgesetzt werden, ist das Land auf die praktische Einführung bislang noch nicht vorbereitet. Dafür müsste die Infrastruktur der zuständigen Behörden angepasst und zudem der Regulierungsrahmen für Kryptowährungen verändert werden.

Gelingt dieser Prozess, wäre Bitcoin damit einen weiteren Schritt näher daran, als Zahlungsmittel statt nur als reines Anlageinstrument wahrgenommen zu werden.

Für den Kryptomarkt insgesamt könnte ein solcher Schritt zahlreiche positive Entwicklungen anstoßen. Wenn ein großes Land wie die Vereinigten Staaten zeigt, dass es genügend Vertrauen in die Währung hat, um sie als Zahlungsmittel zu akzeptieren, könnten traditionelle und institutionelle Investoren eher bereit sein, in Bitcoin einzusteigen.

Der Verknappungseffekt, der durch die begrenzte Gesamtmenge untrennbar mit Bitcoin verbunden ist, könnte sich weiter verstärken. Wenn die USA immer mehr Coins ihrer nationalen Reserve hinzufügt, nimmt die im Kryptomarkt frei verfügbare Umlaufmenge entsprechend ab.

Langfristig könnte dies den Preis positiv beeinflussen. An den Finanzmärkten gelten eindeutig die Gesetze von Angebot und Nachfrage. Sinkt das Angebot deutlich, während die Nachfrage weiter steigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Preis des Tokens weiter zulegt.

Zusammengefasst: Auch wenn es derzeit noch sehr früh ist, könnte dies ein wichtiger Schritt für die weitere Integration von Bitcoin in unsere traditionellen Finanzsysteme sein. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Vereinigten Staaten bereit sind für einen Schritt mit derart weitreichenden Folgen.

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