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Der Börsengang von SpaceX sorgt für einen beispiellosen Ansturm unter Investoren. Laut der Nachrichtenagentur Reuters beläuft sich die Nachfrage nach Aktien mittlerweile auf über 250 Milliarden Dollar, während das Unternehmen nur 75 Milliarden Dollar aufnehmen möchte. Damit ist der Börsengang bereits mehr als dreifach überzeichnet, noch bevor der endgültige Preis festgelegt wurde.
Banken, die den Börsengang begleiten, informierten institutionelle Anleger am Dienstag darüber, dass das Interesse in den letzten Tagen weiter zugenommen hat. Vor allem nach Gesprächen mit der Unternehmensführung von SpaceX hätten immer mehr große Investoren ihre Aufträge erhöht.
Quellen aus dem Umfeld berichten, dass mehrere institutionelle Investoren Bestellungen im Wert von etwa 10 Milliarden Dollar oder mehr aufgegeben haben. Die Banken würden dabei vor allem großen Vermögensverwaltern mit einer langfristigen Perspektive den Vorzug geben.
Am Mittwoch um 16.00 Uhr Ortszeit schließen die Bücher für institutionelle Investoren. Dann beginnt die endgültige Zuteilung der Aktien. Privatanleger spielen eine bemerkenswert große Rolle, da SpaceX bis zu 30 Prozent des Börsengangs für private Investoren reserviert.
SpaceX bietet 555,6 Millionen Aktien zu einem Festpreis von 135 Dollar pro Aktie an. Damit will das Unternehmen etwa 75 Milliarden Dollar einnehmen, was einer Bewertung von circa 1,8 Billionen Dollar entspricht.
Sollten diese Zahlen Bestand haben, wird dies der größte Börsengang der Geschichte. Der aktuelle Rekord wird von Saudi Aramco gehalten, das 2019 rund 29,4 Milliarden Dollar einnahm.
Das Ausmaß des Börsengangs unterstreicht das große Vertrauen der Investoren in die Zukunft von SpaceX. Das Unternehmen ist in der Raumfahrt, Satellitenkommunikation über Starlink und zunehmend in KI-bezogenen Anwendungen aktiv.
SpaceX ist nicht allein. Auch OpenAI hat diese Woche vertraulich einen Antrag auf Börsennotierung eingereicht. Zuvor hatte das KI-Unternehmen Anthropic dasselbe getan.
Laut Berechnungen von Bloomberg könnten SpaceX, OpenAI und Anthropic zusammen rund 3,6 Billionen Dollar an Börsenwert zur US-Aktienmarkt hinzufügen.
Das bestätigt, wie stark das Interesse an KI-bezogenen Unternehmen bleibt, trotz der jüngsten Korrekturen bei Technologieaktien.
Das Interesse wurde am Dienstag bei einem Treffen am Hauptsitz von Morgan Stanley in New York weiter angeheizt. Dort hatten etwa 300 institutionelle Investoren die Gelegenheit, mit der Führung von SpaceX ins Gespräch zu kommen.
Unter den Anwesenden waren unter anderem Präsidentin Gwynne Shotwell und Finanzdirektor Bret Johnsen.
Der Börsengang wird von Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase zusammen mit 18 weiteren Banken geleitet. SpaceX, offiziell Space Exploration Technologies Corp., wird an der Nasdaq und Nasdaq Texas unter dem Tickersymbol SPCX notiert.
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