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Am Mittwochabend unterzeichnete der US-Präsident Donald J. Trump ein befristetes Finanzierungspaket, womit der Regierungsbetrieb wieder vollständig anlief. Eine positive Entwicklung, nachdem der öffentliche Dienst bereits 43 Tage lang in einem „Shutdown“ steckte.
An den US-Finanzmärkten sah man das jedoch anders, und ohne klar erkennbare Ursache überwog die negative Stimmung. Am Ende verlor der US-Aktienmarkt an einem Tag 1 Billion Dollar an Wert.
Am Mittwochabend schloss der S&P 500 noch auf einem lokalen Hoch bei 6.859 Punkten. Kurz darauf setzte Präsident Trump seine Unterschrift unter ein neues Gesetz, um den Regierungsstopp zu beenden. Euphorie blieb jedoch aus. Als die Börsen am Donnerstag öffneten, drehte die Stimmung. Der Index rutschte im Tagesverlauf immer weiter ab und schloss schließlich 1,77 Prozent tiefer bei 6.737 Punkten.

Die Nasdaq erlebte eine ähnliche Rutschpartie. Während der Techindex am Mittwochabend noch bei 23.406 Punkten schloss, eröffnete er am Donnerstag direkt tiefer bei 23.264 Punkten. Es folgten weitere Rückgänge, zeitweise fiel der Kurs unter 22.800 Punkte. Am Ende des Tages stand er bei 22.873 Punkten – ein Minus von 2,29 Prozent.
Innerhalb des Aktienmarkts traf es vor allem den Technologiesektor hart. Chiphersteller NVIDIA (NVDA) verlor im Tagesverlauf fast vier Prozent, konnte sich zum Handelsschluss jedoch etwas erholen und endete letztlich 3,58 Prozent niedriger bei 186,86 Dollar.
Bei Tesla (TSLA) und Palantir Technologies (PLTR) waren die Einbußen noch größer. Beide Techunternehmen schlossen den Donnerstag mit Kursverlusten von 6,64 beziehungsweise 6,53 Prozent. Die Verkaufswelle schien vor allem emotional getrieben, schreibt das Marktanalyseplattform The Kobeissi Letter auf X. Das zeige, wie anfällig der Markt derzeit für Panik und Schlagzeilen ist.
Die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Sorgen sind jedoch nicht verschwunden. Die US-Staatsverschuldung steigt weiter, und die Rufe nach einem Eingreifen der Federal Reserve werden lauter. Ende Oktober senkte die Notenbank den Leitzins bereits auf 4 Prozent – die zweite Senkung in diesem Jahr. Doch eine neue Zinssenkung scheint vorerst nicht in Sicht.
Laut Nick Timiraos vom Wall Street Journal wachsen innerhalb der Fed die Zweifel. Wegen des Regierungsstopps fehlen entscheidende Daten zu Inflation und Arbeitslosigkeit, was gezielte Politik erschwert. Fed-Chef Jerome Powell hatte die Erwartungen an zusätzliche Zinssenkungen bereits gedämpft. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank kurzfristig erneut eingreift, wird damit immer geringer.
Nach den Nachrichten über die Wiederöffnung der US-Regierung legte der Kryptomarkt kurz zu. Doch die Erholung war schnell vorbei. Bitcoin (BTC) rutschte am Mittwochabend bereits von 104.000 auf 98.000 Dollar. Danach setzte sich der Abverkauf deutlich fort. Auch in der Nacht und am Morgen hielt der Druck an. Inzwischen pendelt der Kurs um 95.400 Dollar – der niedrigste Stand seit Mai.
Für andere große Coins fiel der Rückschlag noch heftiger aus. Ethereum (ETH) hat seit Donnerstag fast 15 Prozent verloren und versucht nun, sich um die 3.100 Dollar zu behaupten. XRP gab um mehr als 12,5 Prozent nach und hält sich derzeit an einem wichtigen Unterstützungsniveau.
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