Die Vereinigten Staaten von Amerika verfügen seit einiger Zeit über eine nationale Bitcoin-Reserve. Nun gibt es immer mehr Bundesstaaten, die Gesetze vorbereiten, um selbst eine Bitcoin-Reserve aufzubauen – oder zumindest Vorschläge in diese Richtung machen. Der nächste Kandidat ist South Carolina.
South Carolina will eine Bitcoin-Reserve?
Jordan Pace, ein republikanischer Abgeordneter des Bundesstaates South Carolina, möchte dem Schatzmeister des Staates die Erlaubnis erteilen, bis zu 10 Prozent bestimmter Fonds in Bitcoin zu investieren.
Im Gesetzesentwurf ist auch eine Höchstgrenze von einer Million Bitcoin festgelegt, die der Staat maximal kaufen dürfte. Sollte das tatsächlich gelingen, wäre das eine enorme Leistung. Aktuell müsste South Carolina dafür etwa 85 Milliarden US-Dollar aufbringen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass South Carolina jemals so viel Bitcoin kaufen kann, ist allerdings gering. Zum einen würde der Bitcoin-Kurs durch eine solche Maßnahme enorm in die Höhe schnellen, was den Kauf extrem teuer machen würde. Schon Investitionen im Bereich von einigen Milliarden Dollar wären ein beachtlicher Schritt.
In dem oben verlinkten Beitrag auf X erklärt Jordan Pace, dass er „stolz“ sei, mit seinem Gesetzesvorschlag der Linie von Donald Trump zu folgen, der auf nationaler Ebene eine Bitcoin-Reserve eingeführt habe.
Welcher Bundesstaat verabschiedet das erste Bitcoin-Gesetz?
Noch ist unklar, welcher US-Bundesstaat als erster ein Bitcoin-Gesetz tatsächlich verabschieden wird. Bisher wurden alle Vorschläge letztlich wieder verworfen.
In Arizona stehen zwei Gesetzesvorschläge kurz vor der letzten Abstimmungsrunde. Sollte einer davon durchkommen, dürfte der Staat gemäß dem ersten Vorschlag Bitcoin direkt kaufen. Der zweite Vorschlag würde es ermöglichen, beschlagnahmte Bitcoin von Kriminellen als Reserve zu halten.
Auch im bevölkerungsreichen Texas wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf bereits angenommen – allerdings muss der Gouverneur noch zustimmen. Damit ist eine staatliche Bitcoin-Reserve dort ebenfalls greifbar nah.
Letztlich bleibt jedoch abzuwarten, was am Ende wirklich umgesetzt wird. In Fällen wie diesem ist es ratsam, erst auf ein grünes Licht zu warten, bevor man die Sektkorken knallen lässt.
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