Solana (SOL) Entwickler arbeiten an einem umstrittenen Plan, der die Art und Weise, wie das Netzwerk Transaktionen verarbeitet, völlig auf den Kopf stellen könnte. Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen, doch die Folgen könnten groß sein – auch für den Wert von Solana.
Solana will Blocklimit abschaffen
Solana-Entwickler haben am Freitag den Vorschlag SIMD-0370 eingereicht, in dem sie dafür plädieren, die Grenze von 60 Millionen Recheneinheiten (Rechenkapazität) pro Block abzuschaffen. Sollte das durchgehen, können sich die Blöcke auf Solana künftig dynamisch an die Hardwarekapazität der Validatoren anpassen – der Rechner, die Transaktionen prüfen und das Netzwerk absichern.
Die Idee ist einfach: Leistungsstarke Validatoren dürfen künftig größere Blöcke verarbeiten, während weniger starke Maschinen zu schwere Blöcke per sogenannter “skip-vote” überspringen können.
Möglich wird das durch das kommende Alpenglow-Upgrade, das später in diesem Jahr ausgerollt wird. Das lang erwartete Update senkt die Finalität von Transaktionen von durchschnittlich 12,8 Sekunden auf nur 150 Millisekunden. In der Praxis bedeutet das, dass Transaktionen nahezu sofort abgewickelt werden – was Solana deutlich schneller und effizienter machen könnte.
Mehr Skalierbarkeit – aber auch Zentralisierungsrisiken
Befürworter des Vorschlags sehen die Chance, Solanas Kapazität deutlich zu erhöhen. Potenziell könnten einige Validatoren weit mehr Transaktionen pro Sekunde verarbeiten als unter den aktuellen Limits. Doch dieser Zugewinn ist nicht ohne Risiko.
Kritische Stimmen in der Community warnen vor neuer Ungleichheit. Gut finanzierte Akteure mit extrem leistungsstarker Hardware könnten einen größeren Anteil an der Blockproduktion erlangen. Das könnte kleinere Validatoren entmutigen oder sogar aus dem Markt drängen – wodurch das Netzwerk am Ende weniger dezentral wäre. Zudem gibt es Sorgen über Verzögerungen und mögliche Sicherheitsprobleme, falls zu viele Validatoren von ihrer “skip-vote” Gebrauch machen.
Solana vor dem technischen Ausbruch
Trotz offener Fragen zu den Risiken könnte diese Anpassung die Geschwindigkeit des Solana-Netzwerks auf ein neues Niveau heben. Langfristig könnte das mehr Nutzer anziehen – und damit den Kurs weiter anschieben.
Auch charttechnisch gibt es interessante Signale. So verweist Analyst AltcoinGordon auf eine „Cup-and-Handle“-Formation. Dabei bildet der Kurs einen runden Boden, gefolgt von einer kurzen Konsolidierung, um anschließend kraftvoll über einen früheren Widerstand auszubrechen.
Der Analyst nennt SOL derzeit „lächerlich günstig“ und erwartet, dass der Coin kurz davor steht, einen entscheidenden Widerstand bei rund 260 US-Dollar zu durchbrechen. Gelingt das, sieht er Spielraum für einen Anstieg auf das Drei- bis Fünffache des aktuellen Preises – mit einem möglichen neuen Allzeithoch um 1.000 US-Dollar.
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