Börsennotierte Unternehmen, die stark auf Solana (SOL) gesetzt haben, erleiden massive Verluste. Seit Ende 2025 sind einige dieser sogenannten Solana-Treasury-Aktien bereits um 75 bis 92 Prozent gefallen. Laut Analyst Ted Pillows könnte der Schmerz noch nicht vorbei sein.
Er warnt sogar, dass einige dieser Aktien von hier aus noch um weitere 30 bis 50 Prozent sinken könnten, bevor ein tatsächlicher Boden erreicht ist.
Warum diese Aktien so stark fallen
Die Logik hinter diesem Rückgang ist recht einfach. Diese Unternehmen haben ihr Schicksal stark mit einer einzigen Kryptowährung verbunden: Solana. Wenn der Solana-Kurs deutlich fällt, gerät ihre Bilanz direkt unter Druck.
Genau das passiert jetzt. Solana liegt in diesem Jahr etwa 34 Prozent tiefer, was sich stark auf Unternehmen auswirkt, die große Mengen SOL in ihren Bilanzen haben.
Laut Pillows ähnelt die Kursentwicklung dieser Aktien zunehmend der von Memecoins im Solana-Netzwerk: extrem anfällig für Stimmungsschwankungen, mit starken Anstiegen und noch stärkeren Rückgängen.
Forward Industries zeigt das Problem am deutlichsten
Das bekannteste Beispiel ist Forward Industries (FWDI). Dieses Unternehmen besitzt etwa 6,9 Millionen SOL und ist damit laut Pillows der größte institutionelle Halter von Solana.
Diese Position erweist sich nun als schmerzhaft. Die Aktie ist seit dem Höchststand von etwa 46 Dollar im September um mehr als 89 Prozent gefallen. Da das Unternehmen seine SOL zu einem Durchschnittspreis von rund 230 Dollar erwarb und Solana derzeit bei etwa 82 Dollar notiert, verzeichnet es laut den vorliegenden Zahlen über eine Milliarde Dollar an nicht realisierten Verlusten.
Das zeigt eindrucksvoll, wie riskant eine solche Strategie wird, wenn ein einziger Vermögenswert langfristig unter Druck bleibt.
Auch andere Solana-Unternehmen stehen massiv unter Druck
Forward Industries ist nicht das einzige Beispiel. Auch andere Unternehmen mit starkem Solana-Fokus sind schwer getroffen:
- Sol Strategies (STKE) ist seit dem Nasdaq-Börsengang im September um mehr als 92 Prozent gefallen
- Sharps Technology (STSS) hat etwa 89 Prozent verloren
- DeFi Development Corp (DFDV) verzeichnete einen Rückgang von etwa 75 Prozent
Bei mehreren dieser Unternehmen belaufen sich die buchhalterischen Verluste mittlerweile auf Dutzende bis Hunderte Millionen Dollar.
Warum Pillows einen weiteren Rückgang erwartet
Laut Pillows ist das Problem, dass solche Aktien oft noch stärker schwanken als die zugrunde liegende Kryptowährung selbst. Sobald Anleger das Vertrauen verlieren, werden diese Unternehmen nicht mehr als kluge Krypto-Engagements wahrgenommen, sondern als konzentrierte Bilanzrisiken.
Seine Überlegung ist folgende:
- die Kryptowährung fällt erheblich;
- die Unternehmensbilanz verschlechtert sich dadurch direkt;
- Anleger fürchten weitere Abschreibungen oder Kapitalprobleme;
- die Aktie fällt dann oft stärker als die Kryptowährung selbst.
Dieser Mechanismus kann sich selbst verstärken, insbesondere wenn es keine breite Erholung auf dem Kryptomarkt gibt.
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