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Der Ölpreis ist in diesem Jahr explosionsartig gestiegen. Brent-Öl kletterte vom 2. Januar bis jetzt von 60,42 Dollar pro Barrel auf 112,57 Dollar, eine Steigerung von über 86 Prozent in weniger als drei Monaten. Damit ist Öl bei Weitem die erfolgreichste Anlage des Jahres 2026.

Der Anstieg wird nahezu vollständig durch den Krieg im Nahen Osten getrieben. Der Konflikt mit Iran hat die Straße von Hormus, durch die etwa zwanzig Prozent des weltweiten Öltransports fließen, weitgehend blockiert. Dies führte zu einem globalen Angebotschock, der die Preise stark in die Höhe trieb.
Am Freitag stieg der Ölpreis weiter, obwohl Präsident Donald Trump Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur bis zum 6. April verschoben hat. Der Markt konzentriert sich eindeutig stärker auf das Risiko eines lang anhaltenden Konflikts als auf die täglichen Schlagzeilen. Solange der Durchgang durch die Straße von Hormus gefährdet bleibt, rechnen Investoren mit anhaltend hohen Preisen.
Dieser Anstieg spiegelt sich in bemerkenswerten Renditen wider. Wer am 2. Januar 1.000 Dollar in Brent-Öl investierte, besitzt mittlerweile einen Wert von etwa 1.863 Dollar. Keine andere große Anlageklasse kommt diesem Ergebnis in diesem Jahr auch nur annähernd nahe.
Gold, traditionell der sichere Hafen in unsicheren Zeiten, stieg in diesem Jahr lediglich um 2 Prozent. Der Preis liegt bei etwa 4.415 Dollar pro Unze, verglichen mit 4.332 Dollar Anfang Januar. Der Absturz der letzten Wochen drückte das Ergebnis erheblich.
Der S&P 500 liegt seit Jahresbeginn um 5,5 Prozent niedriger. Bitcoin (BTC) wurde am stärksten getroffen mit einem Rückgang von 24 Prozent.
Laut Marktanalysten könnte der hohe Ölpreis die Aktienmärkte weiter nach unten ziehen, solange der Konflikt andauert. Höhere Energiekosten treiben die Inflation an, was den Zentralbanken weniger Spielraum gibt, die Zinsen zu senken. Dies trifft Risikoanlagen wie Aktien und Krypto besonders hart.
EZB-Direktorin Schnabel fordert Zinserhöhung im Juni, selbst bei Friedensschluss mit Iran. Die Schäden an der Energieinfrastruktur sind zu groß.
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