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Eine Investition von 500 Millionen US-Dollar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sorgt in Washington für neue politische Spannungen. Demokratische Senatoren drängen darauf, dass sich mehrere Ausschüsse des Senats mit den finanziellen Verbindungen zwischen der Familie von Präsident Donald Trump und dem Krypto-Projekt World Liberty Financial (WLF) befassen.
Nach Darstellung der Senatoren wirft der Fall erhebliche Fragen zu möglichem ausländischem Einfluss auf die Politik der US-Regierung auf.
In einem Brief vom 23. Juni verlangen unter anderem Elizabeth Warren, Richard Blumenthal, Gary Peters, Richard Durbin und Ron Wyden umgehend Anhörungen.
Anlass ist eine Vereinbarung, nach der Vertreter einer einflussreichen Familie aus Abu Dhabi einen Anteil von 49 Prozent an World Liberty Financial erworben haben sollen – dem Krypto-Unternehmen, das mit der Trump-Familie in Verbindung steht. Der Abschluss der Transaktion soll kurz vor Trumps Amtseinführung erfolgt sein.
Dem Schreiben zufolge zahlten ausländische Investoren dabei rund 218 Millionen US-Dollar im Voraus an Unternehmen, die mit der Trump-Familie sowie mit Steve Witkoff verbunden sind – Trumps wichtigstem diplomatischen Vertreter für den Nahen Osten und Russland.
Unterstützt worden sein soll die Vereinbarung von Sheikh Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, dem nationalen Sicherheitsberater der VAE. Aus Sicht der Senatoren handelte es sich um einen außergewöhnlichen Vorgang, bei dem ein ausländischer Regierungsvertreter eine große Beteiligung an einem Unternehmen eines künftigen US-Präsidenten erwarb.
Der Druck auf World Liberty Financial nimmt bereits seit Längerem zu. So hat die Trump-Familie kürzlich ihren Anteil an der Plattform reduziert, während Politiker und Aufsichtsbehörden die Aktivitäten des Unternehmens zunehmend kritisch betrachten.
Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die Investition selbst. Die Demokraten verweisen darauf, dass die Trump-Regierung in den Monaten danach mehrere Entscheidungen getroffen habe, die sich für die Emirate günstig auswirkten.
So genehmigte die Regierung im Mai 2025 einen Waffenverkauf im Umfang von 1,4 Milliarden US-Dollar. Zudem führte das US-Finanzministerium ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren für ausländische Investitionen ein – ein Punkt, für den die Emirate zuvor lobbyiert hatten.
Außerdem hob das Handelsministerium Beschränkungen für den Export fortschrittlicher Chips auf. Dadurch erhielt das KI-Unternehmen G42 aus Abu Dhabi Zugang zu Zehntausenden Nvidia-Blackwell-Chips – eine Vereinbarung mit einem Volumen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.
Die Senatoren wollen, dass beteiligte Regierungsvertreter unter Eid darlegen, was sie über die Zahlungen an die Familie des Präsidenten und seinen diplomatischen Vertreter wussten.
In dem Brief schreiben sie: „Sie müssen außerdem erklären, wie sie das Vertrauen wiederherstellen wollen, dass die Regierung im Interesse des amerikanischen Volkes handelt – und nicht im persönlichen Interesse des Präsidenten und seines engsten Umfelds.“
World Liberty Financial und die Regierung der VAE haben bislang nicht öffentlich auf die Vorwürfe reagiert.
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