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Eine wichtige Bitcoin (BTC)-Kennzahl liefert erstmals seit November 2022 ein Kaufsignal. Sie deutet darauf hin, dass die Verkäufer weitgehend erschöpft sind und der Bärenmarkt seinem Ende näherkommt. Das heißt jedoch nicht, dass die schmerzhafte Phase bereits vorbei ist.

Erstes Kaufsignal seit vier Jahren

Die sogenannte Advanced Net UTXO Supply Ratio liegt erstmals seit fast vier Jahren wieder im negativen Bereich. Die Kennzahl zeigt, welcher Anteil aller Bitcoin-Bestände zuletzt mit Gewinn oder Verlust bewegt wurde.

Die Grafik der Bitcoin Advanced Net UTXO Supply Ratio zeigt das erste Kaufsignal seit November 2022. – Quelle: Axel Adler

Der Kryptoanalyst Axel Adler Jr. vom Analyseanbieter CryptoQuant bestätigte das Signal heute in einem Blogbeitrag. Das Modell zeigte seit Ende vergangenen Monats an mehreren Tagen Grün.

„Das ist der erste Kauftrigger seit November 2022, dem Tiefpunkt des vorherigen Bärenzyklus“, schrieb Adler.

Ein Kaufsignal klingt vielversprechend, bedeutet aber nicht automatisch, dass der Boden erreicht ist. Nach Adler treten solche Signale vor allem in der Nähe zyklischer Tiefpunkte auf, nicht zwingend am absoluten Tief. Bitcoin könnte also noch deutlich weiter fallen.

„Eine Bestätigung läge vor, wenn die Ratio über null bleibt und der Preis zugleich steigt. Negativ wäre ein Rückfall in den Bereich unter null ohne Unterstützung durch den Kurs“, erklärte er.

Seiner Einschätzung nach fehlt noch ein Puzzlestück: der Anteil der Bitcoin-Bestände, die mit Verlust gehalten werden. Dieser Wert sei noch nicht so hoch wie in früheren Bärenmärkten.

Adler erwartet, dass dieser Wert innerhalb von zwei Monaten einen Wendepunkt erreicht. Solange das nicht geschieht, ist die Kapitulation – also der massenhafte Verkauf mit Verlust – noch nicht abgeschlossen.

„Bis dahin sollte Kapitulation eher als Prozess verstanden werden, nicht als abgeschlossene Tatsache“, so der Analyst.

Die Nachfrage bleibt das fehlende Puzzlestück

Auch CryptoQuant-Kollege Darkfost sieht einen möglichen Wendepunkt am Markt. Er betont jedoch, dass der Verkaufsdruck erst dann wirklich nachlässt, wenn neue Käufer auftreten.

„Das muss BTC nicht vor weiteren Verlusten schützen. Wir sehen inzwischen aber mehrere Signale für eine Erschöpfung der Verkäufer. Der nächste Schritt wäre eine Rückkehr der Nachfrage, und das kann dauern“, schrieb er.

Nach Einschätzung des Analysten Ftank könnten die Momentumindikatoren für kurzfristige Halter, die schwachen Hände des Marktes, allerdings rasch ins Positive drehen.

Es wird häufig argumentiert, dass ein Katalysator nötig sei, damit die Nachfrage zurückkehrt. Wenn jedoch niemand mehr bereit ist, mit Verlust zu verkaufen, kommt die Nachfrage oft von selbst zurück.

Der Boden des vorherigen Bärenmarkts fiel etwa nahezu mit dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX zusammen. Gerade im Moment maximaler Panik waren die Verkäufer erschöpft, anschließend erholte sich der BTC-Kurs von selbst.

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