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Die US-Staatsschulden steuern in rasantem Tempo auf die Marke von 38 Billionen Dollar zu. Laut Zahlen des Joint Economic Committee wächst die Schuld derzeit um nahezu 70.000 Dollar pro Sekunde. Umgerechnet sind das rund 6 Milliarden Dollar pro Tag – mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt Dutzender kleinerer Länder. Wie lange hält das Vertrauen in den Dollar noch stand?
Die Schuldenuhr steht inzwischen bei 37,9 Billionen Dollar. Hält der aktuelle Trend an, ist die Marke von 38 Billionen binnen drei Wochen erreicht. Der republikanische Kongressabgeordnete Keith Self warnte, die Schulden könnten innerhalb von zehn Jahren sogar auf 50 Billionen Dollar steigen. „Der Kongress muss jetzt handeln“, sagte er. „Wir müssen unsere Führung zu finanzpolitischer Verantwortung drängen, bevor ein schleichender Niedergang in einen plötzlichen Einbruch umschlägt.“
Wachsende Schulden und ein steigendes Haushaltsdefizit verunsichern die Finanzmärkte. Viele Anleger flüchten in sogenannte „sichere Häfen“ wie Bitcoin (BTC) und Gold. Laut JPMorgan nutzen Anleger Bitcoin und Gold, um ihr Vermögen gegen die Folgen eines schwächeren Dollars und hoher Staatsausgaben abzusichern.
Am vergangenen Wochenende erreichte Bitcoin ein neues Rekordniveau von über 125.000 Dollar. Auch Gold markierte ein Allzeithoch von 3.920 Dollar. Dank des festen Angebots und der fehlenden zentralen Kontrolle gewinnt Bitcoin bei Großanlegern an Popularität. Das zeigte sich auch bei den Spot Bitcoin ETFs. In der vergangenen Woche flossen 3,2 Milliarden Dollar – die zweitstärkste Woche seit dem Start 2024, wie Zahlen von Farside zeigen.
BlackRock-Chef Larry Fink, einst ein ausgesprochener Kritiker von Bitcoin, erklärte früher in diesem Jahr, Bitcoin „könnte auf 700.000 Dollar steigen“ – ausgelöst durch wachsende Sorgen über einen schwächeren Dollar. Auch Investor Ray Dalio empfiehlt, 15 Prozent eines Portfolios in Anlagen wie Bitcoin oder Gold zu investieren, um das Rendite-Risiko-Verhältnis zu verbessern.
Dalio betont zudem, dass nicht nur die Vereinigten Staaten in einer sogenannten „debt doom loop“ stecken. Auch Länder wie das Vereinigte Königreich hätten seiner Ansicht nach ähnliche Probleme.
Weltweit ist die Gesamtschuld inzwischen auf einen Rekord von 337,7 Billionen Dollar gestiegen, meldet das Institute of International Finance. Trotz der Sparpläne der Trump-Regierung, darunter der „Big Beautiful Bill Act“, wächst die US-Schuld weiter.
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