Der Preis für Brent-Öl ist erneut auf 110 Dollar pro Barrel gestiegen, nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump mit einem Angriff auf das iranische South-Pars-Gasfeld gedroht hatte. Bitcoin steht aufgrund der Turbulenzen wieder unter Druck und notiert derzeit 4 Prozent niedriger als gestern bei 70.800 Dollar.

Trump droht mit Angriff auf Gasfeld
Mit der Kriegsrhetorik von Donald Trump nehmen die Spannungen im Nahen Osten erneut zu. Damit scheint er zunehmend die Kontrolle zu verlieren. Auch für Trump ist das ungünstig, da er die Zwischenwahlen im November gewinnen muss. Auf diese Weise wird das kaum gelingen.
Die neue Drohung Trumps folgte auf Raketenangriffe rund um das Ras Laffan-Terminal, die weltweit größte Exportanlage für Flüssigerdgas. Nach Angaben der katarischen Behörden kam es zu erheblichen Schäden.
Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde die Gasinfrastruktur getroffen. Die Habshan-Anlage musste nach neuen Angriffen ihre Aktivitäten vorübergehend einstellen, was die Nervosität an den Energiemärkten weiter schürte.
Gleichzeitig führte Israel Luftangriffe auf das South-Pars-Gasfeld selbst durch, das größte Gasfeld der Welt, womit der strategische Energiekrieg in der Region in eine neue Phase eingetreten zu sein scheint.
Die Finanzmärkte reagierten sofort. Der Ölpreis stieg um mehr als 4 Prozent und überschritt die Marke von 110 Dollar pro Barrel, getrieben von der Angst vor langanhaltenden Störungen der Energieversorgung. Die aktuelle Unsicherheit sorgt vorerst für breite Volatilität auf nahezu allen Märkten.
Probleme in der Straße von Hormus
Unterdessen nahm auch die Unruhe auf See zu. Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörden geriet ein Schiff östlich der Straße von Hormus in Brand, nachdem es von einem unbekannten Projektil getroffen wurde. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die wichtige Schifffahrtsroute erneut Schauplatz militärischer Vorfälle wird, mit potenziell großen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Bleibt die Straße von Hormus noch lange geschlossen, steigt die Rezessionsgefahr erheblich. Die Welt kann einen höheren Ölpreis nicht zu lange verkraften. Das belastet den Konsum, steigert die Produktionskosten und macht die Logistik teurer.
Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, geopolitischer Eskalation und zunehmender Volatilität an den Finanzmärkten zeichnet ein fragiles Bild. Solange ein diplomatischer Durchbruch ausbleibt, droht der Konflikt eine immer größere wirtschaftliche Schockwelle auszulösen.
Das zeigt sich aktuell deutlich an den Finanzmärkten. Langsam entstehen Panik und Verzweiflung. Auch für den Bitcoin-Kurs ist dieser Konflikt letztlich nicht förderlich.
Trump will Bitcoin-Reserve, doch Streit in der Regierung bremst die Pläne
Trumps strategische Bitcoin-Reserve wird durch einen Machtkampf zwischen zwei Ministerien und rechtliche Zweifel ausgebremst.
Krypto am Morgen: Wall Street setzt Bitcoin-Kurs nach starkem Comeback unter Druck
Bitcoin reagierte gestern zunächst negativ und später positiv auf Strategy. In der Nacht kippte die Stimmung jedoch. Warum gab der Kurs in den vergangenen Stunden nach?
Bitcoins Risikoindikator fällt unter null – das könnte ein gutes Zeichen sein
Die Sharpe Ratio von Bitcoin ist auf -21 gefallen – genau auf das Niveau des Bärenmarkts von 2022. In diesem Bereich markierte der Markt wiederholt einen Boden.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
