Der Bitcoin-Kurs schwankt um die 66.600 Dollar. Während Anleger früher bei jeder negativen Meldung sofort verkauften, scheint dieser Reflex nachzulassen. Laut Analysten von 10x Research verliert der Abwärtsdruck an Kraft. Dennoch warnen sie: Es handelt sich noch nicht um eine echte Trendwende.
Negative Nachrichten führen nicht mehr zu neuen Tiefständen
Eine Analyse von 10x Research zeigt, dass Bitcoin auf negative Nachrichten nicht weiter fällt. Das ist eine bemerkenswerte Veränderung. Früher führte jede risk-off-Überschrift zu einer neuen Verkaufswelle, aber dieses Muster scheint sich zu ändern.
Technisch sind leichte Verbesserungen erkennbar. Der Kurs eroberte kurz das 20-Tage-Durchschnittsniveau um 68.500 Dollar zurück. Inzwischen ist der Preis etwas zurückgefallen, aber das Niveau um 62.500 Dollar hat sich bereits mehrfach als starke Unterstützung erwiesen.
Die Bollinger-Bänder ziehen sich zusammen, was auf abnehmende Volatilität hindeutet. Eine solche Ruhephase mündet oft in eine größere Kursbewegung, auch wenn die Richtung noch unklar ist. Zudem entstehen bullische Divergenzen: Sowohl der RSI als auch der Stochastic-Indikator zeigen höhere Tiefs. Das könnte darauf hindeuten, dass sich das Momentum stabilisiert.
Von Panik zu Stabilität
Die Analysten sprechen von einer taktischen Verschiebung, keinem strukturellen Trendbruch. Die Volatilität nimmt ab, die ETF-Zuflüsse an der Wall Street steigen und der frühere Coinbase-Abschlag ist verschwunden. Laut 10x Research sind das keine Merkmale eines Marktes, der sich in Richtung eines neuen Rückgangs beschleunigt.
Auch Justin d’Anethan von Arctic Digital sieht eine Veränderung im Sentiment. Seiner Meinung nach haben wir uns von Panik zu einer stabileren Phase entwickelt. Dass der Verkaufsdruck trotz Sorgen über Handelszölle, Kriegsgefahr und Zinserwartungen begrenzt bleibt, könnte darauf hindeuten, dass Verkäufer erschöpft sind oder Käufer auf diesen Niveaus einsteigen.
Short Squeeze trieb den Kurs ab 63.000 Dollar nach oben
Ein Teil der jüngsten Erholung steht im Zusammenhang mit stark negativen Funding Rates auf den Derivatemärkten. Händler mit Short-Positionen mussten extra bezahlen, um ihre Positionen offen zu halten. Als der Kurs ab 63.000 Dollar anstieg, folgte ein Short Squeeze, bei dem viele Short-Positionen liquidiert wurden und der Kurs weiter nach oben getrieben wurde.
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