Laut dem ehemaligen Weißen-Haus-Beamten Anthony Scaramucci hat die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) die Klage gegen Ripple (XRP) fallen gelassen. Diese Neuigkeit teilte er in einer aktuellen Folge des Wolf of All Streets Podcasts mit.
Hat die SEC den Kampf aufgegeben?
Scaramucci und Moderator Scott Melker diskutierten die neuesten Entwicklungen in der Kryptowelt, darunter die pro-krypto Haltung von Präsident Donald Trump und die sich ändernden Regulierungen. Während des Gesprächs erwähnte Melker mehrere Fälle, die die SEC kürzlich fallengelassen hat, darunter gegen Gemini, Uniswap, Coinbase und Robinhood. Scaramucci griff dies auf und deutete an, dass Ripple ebenfalls in diese Reihe passe. Melker bestätigte dies, jedoch hat die SEC selbst noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben.
Die SEC verklagte Ripple im Dezember 2020, doch ein endgültiges Urteil steht noch aus. Eine Entscheidung im Juli 2023 machte die Situation nur noch komplizierter. Das Gericht entschied, dass der programmatische Verkauf von XRP an Einzelhandelskunden keine Wertpapiertransaktion darstellte, während der direkte Verkauf an institutionelle Investoren jedoch als solche gewertet wurde. Dies führte zu einer Strafe von 125 Millionen Dollar für Ripple und einem Verbot, ohne Genehmigung der SEC direkt an institutionelle Investoren zu verkaufen.
Laut Anwalt Jeremy Hogan von Hogan & Hogan ist das Urteil von 2023 der Hauptgrund, warum die SEC die Klage noch nicht vollständig zurückgezogen hat. Die verhängten Sanktionen machen es für die Behörde schwierig, ohne Konsequenzen zurückzurudern. Hogan meint, dass der einzige Weg zur endgültigen Beendigung des Falls eine gemeinsam eingereichte und sorgfältig formulierte Vereinbarung zwischen Ripple und der SEC wäre.
Die SEC passt ihre Strategie an
Die mögliche Einstellung des Verfahrens gegen Ripple passt in eine breitere Entwicklung, bei der die SEC ihre harte Haltung gegenüber dem Kryptosektor offenbar überdenkt. Anfang des Jahres ließ die Aufsichtsbehörde die Klage gegen Binance, die größte Kryptobörse der Welt, fallen und zog am 3. März auch die Klage gegen Kraken zurück. Dies deutet auf eine strategische Neuausrichtung und möglicherweise eine mildere Regulierung des Sektors hin.
Solange es keine offizielle Bestätigung gibt, bleibt Unsicherheit bestehen. Sollte die Klage tatsächlich eingestellt werden, könnte das für XRP vorteilhaft sein. Dennoch bleibt die Volatilität hoch, weshalb Investoren die weiteren Entwicklungen genau im Auge behalten sollten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Ripple und die SEC die Angelegenheit endgültig klären können.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird XRP für 2,39 $ gehandelt, was einem Rückgang von 9,15 % in den letzten 24 Stunden entspricht.
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