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Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, hat diese Woche überraschenderweise keine neuen Bitcoin (BTC) gekauft. Stattdessen hat es sein Kapital genutzt, um eigene wandelbare Anleihen im Wert von etwa 1,5 Milliarden Dollar zurückzukaufen.

Das klingt weniger spektakulär als ein neuer Bitcoin-Kauf, ist aber für Strategy ein wichtiger strategischer Schritt. Das Unternehmen versucht, seine Bilanz zu stärken, um später möglicherweise erneut aggressiv Bitcoin zu erwerben.

Strategy kauft eigene Schulden zurück

Bei den Anleihen handelt es sich um sogenannte Convertible Senior Notes. Das sind Unternehmensanleihen, die später in Aktien von Strategy umgewandelt werden können, wenn der Aktienkurs ein bestimmtes Niveau erreicht.

Strategy hatte im November 2024 über diese Konstruktion rund 3 Milliarden Dollar aufgenommen. Das Geld wurde damals nahezu vollständig zum Kauf von Bitcoin verwendet.

Jetzt kauft das Unternehmen einen Teil dieser Schulden unter dem Nennwert zurück. Berichten zufolge zahlte Strategy etwa 1,38 Milliarden Dollar, um Verbindlichkeiten von 1,5 Milliarden Dollar zu tilgen. Damit spart das Unternehmen rund 120 Millionen Dollar.

Weniger Verwässerung für Aktionäre

Der Rückkauf bietet mehrere Vorteile. Erstens reduziert Strategy seine zukünftige Schuldenlast. Zweitens verringert es das Risiko der Verwässerung für bestehende Aktionäre.

Sollten die wandelbaren Anleihen später in Aktien umgewandelt werden, würde die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien steigen. Durch den Rückkauf eines Teils dieser Schulden minimiert Strategy dieses Risiko.

Das ist wichtig, da das Unternehmen seine Bitcoin-Strategie größtenteils über den Kapitalmarkt finanziert. Je stärker die Bilanz und je niedriger die zukünftigen Verpflichtungen, desto einfacher wird es, später erneut Kapital zu beschaffen.

Saylor nennt es eine temporäre Pause

Michael Saylor sieht diesen Schritt offenbar als vorübergehende Unterbrechung der Bitcoin-Akkumulation. Er sprach von der „BitVac“, einer Metapher für den Bitcoin-Staubsauger von Strategy.

Das passt zur übergeordneten Strategie des Unternehmens. Strategy will langfristig weiterhin Bitcoin sammeln. Manchmal geschieht das über Stammaktien, manchmal über Vorzugsaktien wie STRC, und manchmal über Schuldenkonstruktionen.

Diese Woche entschied sich das Unternehmen nicht für zusätzliche Bitcoin, sondern für die Bereinigung der Bilanz.

Strategy besitzt mittlerweile 843.738 Bitcoin. Diese Position hat bei dem aktuellen Bitcoin Kurs einen Wert von etwa 64,45 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt laut den genannten Zahlen bei etwa 75.701 Dollar pro Bitcoin.

Damit bleibt Strategy mit Abstand der größte börsennotierte Firmeninhaber von Bitcoin.

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