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Michael Saylor hat seine Krone zurückerobert. Durch einen Mega-Einkauf in der vergangenen Woche hält Strategy nun wieder mehr Bitcoin (BTC) als der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock. Ein historischer Meilenstein für das börsennotierte Unternehmen.
BlackRock hat lange auf dem Thron gesessen, aber nun hat Strategy sich wieder durchgesetzt. Gestern gab das Unternehmen bekannt, dass es in der vergangenen Woche Bitcoins im Wert von 2,54 Milliarden Dollar zugekauft hat. Es ist der größte Kauf seit November 2024 und der drittgrößte überhaupt.
Damit steigt das gesamte Bitcoin-Vermögen auf 815.061 Bitcoins, was mehr als 61,5 Milliarden Dollar entspricht. Strategy ist damit das erste Unternehmen, das die Grenze von 800.000 Coins durchbricht. BlackRock hält derzeit 802.823 Bitcoins, was einen Unterschied von 12.238 Coins ausmacht.
Ein wichtiger Punkt ist, dass BlackRock diese Coins nicht für sich selbst kauft, sondern im Namen der Investoren seines iShares Bitcoin ETF (Ticker: IBIT). Dabei handelt es sich um einen börsengehandelten Fonds, der echte Bitcoins hält und dessen Anteile den Kurs eins zu eins nachbilden.
Strategy hingegen kauft auf eigene Rechnung, mit Bitcoin als Eckpfeiler der Unternehmensbilanz.
Die Geschichte begann im August 2020, als das Unternehmen noch MicroStrategy hieß. Gründer Michael Saylor machte sich Sorgen über die Flut neuer Dollar, die die Zentralbanken während der Corona-Krise in Umlauf brachten.
Statt die Firmenkasse in bar zu belassen, entschied er sich, das Geld in die knappe Kryptowährung zu investieren. Aktionäre haben dadurch nur indirekte Exponierung über den MSTR-Kurs.
Rein zahlenmäßig gibt es noch zwei größere Bestände. Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto soll etwa 1,1 Millionen Coins besitzen, die jedoch seit fünfzehn Jahren unberührt sind.
Die Kryptobörse Coinbase verwaltet etwa 976.000 Bitcoins, wobei der Großteil im Besitz von Kunden und ETF-Fonds ist. Die Börse agiert hierbei lediglich als Verwahrer.
Strategy ist damit die größte Partei, die Bitcoin wirklich in der eigenen Bilanz hält.
IBIT startete am 11. Januar 2024 und wurde sofort das schnellste Fonds, das die Grenzen von 1, 10, 40 und 70 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen überschritt. Im November des vergangenen Jahres überholte es sogar BlackRocks eigenes Goldfonds, einen Klassiker, der seit zwei Jahrzehnten existiert.
Am 12. März 2024 übernahm IBIT die Spitzenposition von Saylors Unternehmen. Zwei Monate später verdrängte der Fonds auch Grayscales GBTC vom Thron. Danach wuchs IBIT zu einem Koloss von 805.534 Bitcoins auf seinem Höhepunkt, Ende Oktober des Vorjahres.
Seitdem ist dieser Bestand aufgrund des starken Kursrückgangs von Bitcoin langsam geschrumpft. Investoren zogen Kapital ab, und BlackRock musste Bitcoins verkaufen, um diese auszuzahlen.
Gleichzeitig hat Strategy von den niedrigeren Kursen stark profitiert. Allein in diesem Jahr hat das Unternehmen 142.500 Bitcoins hinzugekauft, fast dreimal so viel, wie in derselben Zeit geschürft wurden.
Dieses Tempo ist nicht mit dem vergleichbar, was das Nasdaq-Unternehmen in der vorherigen Baisse gekauft hat. Der Grund dafür ist STRC, eine neue Vorzugsaktie, die im vergangenen Jahr eingeführt wurde.
Bis letztes Jahr finanzierte Strategy seine Käufe vor allem durch neue MSTR-Aktien und wandelbare Anleihen. Diese Instrumente funktionieren gut, wenn der Bitcoin-Kurs steigt, da Investoren dann gerne einsteigen. Sinkt der Kurs, wird es deutlich schwieriger, Kapital zu beschaffen.
STRC kehrt diese Logik um. Die Vorzugsaktie bietet eine feste Ausschüttung, unabhängig vom Bitcoin-Kurs. Und gerade in einem unsicheren Markt suchen Investoren nach solchen festen Einnahmen.
Dadurch kann Strategy nun problemlos Milliarden einnehmen, die dann vollständig für den Kauf zusätzlicher Bitcoins verwendet werden. Ein Kreislauf, der vorerst auf Hochtouren läuft.
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