Sam Bankman-Fried, der verurteilte Gründer der zusammengebrochenen Kryptobörse FTX, sorgt erneut für Aufsehen. In markanten öffentlichen Äußerungen spricht er sich für Präsident Donald Trump aus, während er scharfe Kritik an dessen Vorgänger Joe Biden und den Aufsichtsbehörden unter dessen Regierung übt. Die brisante Timing: Eine Schlüsselperson im FTX-Fall wurde diese Woche freigelassen.
Freilassung von Caroline Ellison wirft Fragen auf
Die Äußerungen von Bankman-Fried folgen kurz nach der Freilassung von Caroline Ellison, der ehemaligen CEO von Alameda Research. Ellison war 440 Tage inhaftiert wegen ihrer Rolle in den Betrugsermittlungen zu FTX, die Ende 2022 weltweit die Kryptobranche erschütterten. Ihre Freilassung, kombiniert mit den politischen Äußerungen von Bankman-Fried, führt zu neuen Spekulationen über seine Motive.
Offene Unterstützung für Trump und Kritik an Biden
Über soziale Medien teilte Bankman-Fried mit, dass er Trumps Sichtweise auf Kryptowährungen teilt. Damit positioniert er sich klar hinter die pro-krypto Politik, die Trump seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus verfolgt.
Zugleich kritisiert er die vorherige Regierung. Laut Bankman-Fried hat das harte Vorgehen unter Biden der Branche geschadet. Besonders der ehemalige SEC-Vorsitzende Gary Gensler gerät in die Kritik. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Kryptounternehmen angeklagt, was laut Kritikern zu Angst und Unsicherheit in der Industrie führte.
Seit Januar 2025 ist Paul Atkins der neue Vorsitzende der Aufsichtsbehörde. Er wurde von Trump ernannt und gilt als Befürworter milderer, klarer Regeln für digitale Vermögenswerte. In der Kryptobranche wird sein Amtsantritt als bedeutende Kursänderung betrachtet.
Strafprozess um FTX verfolgt ihn weiterhin
FTX brach im November 2022 zusammen, nachdem bekannt wurde, dass Kundengelder systematisch missbraucht wurden. Der Zusammenbruch verursachte Milliardenverluste und löste eine Kettenreaktion auf dem Markt aus.
Bankman-Fried wurde im November 2023 wegen sieben Verbrechen, darunter Betrug und Geldwäsche, verurteilt. Im März 2024 erhielt er eine Haftstrafe von 25 Jahren. Ende 2025 legte er Berufung ein. Der Fall liegt nun beim Berufungsgericht.
Aussicht auf Begnadigung scheint gering
Sein jüngstes Lob für Trump wirft die Frage auf, ob er auf Begnadigung hofft. Dennoch schätzen Analysten diese Chance als gering ein. Auf Polymarket, einer Plattform für politische Prognosen, wird die Wahrscheinlichkeit einer Begnadigung vor 2027 derzeit auf nur 17 Prozent geschätzt.
Obwohl er vorerst hinter Gittern bleibt, ist die politische Wende von Bankman-Fried bemerkenswert. Noch vor kurzem galt er als einer der größten Spender der Demokratischen Partei.
Sechs deutsche Banken erhalten Kryptolizenz nach MiCA
Deutschland kommt nach der Zulassung von sechs Banken inzwischen auf 79 MiCA-Anbieter und baut damit seinen Vorsprung vor Frankreich und den Niederlanden weiter aus.
Pakistan setzt Kryptounternehmen Frist bis 5. September für Lizenzantrag
Pakistan verpflichtet Kryptounternehmen zu einem Lizenzantrag und setzt dafür den 5. September als Frist. Binance und HTX haben bereits eine Genehmigung erhalten.
Brüssel prüft DeFi-Kredite: Wer trägt die Verantwortung?
Die EU prüft strengere Regeln für DeFi-Kredite. Im Zentrum steht die Frage, wer verantwortlich ist, wenn Software eine Finanzdienstleistung erbringt.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
