Russland hat einen schlauen Weg gefunden, westliche Sanktionen zu umgehen: Krypto. Laut Quellen des Nachrichtenportals Reuters nutzen russische Ölunternehmen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Stablecoins wie USDT, um den Handel mit China und Indien am Laufen zu halten.
Obwohl Krypto derzeit nur einen kleinen Teil des gigantischen Ölhandels von 192 Milliarden Dollar ausmacht, gewinnt es zunehmend an Bedeutung als alternatives Zahlungsmittel.
Die Suche nach Alternativen
Seit den westlichen Sanktionen nach der Invasion in der Ukraine steht der Handel mit Partnern wie China und Indien unter genauem Beobachtungswinkel. Banken in diesen Ländern gehen besonders vorsichtig mit Transaktionen um, die mit Russland in Verbindung stehen, da sie befürchten, selbst ins Visier genommen zu werden.
Um diese finanziellen Blockaden zu umgehen, setzen russische Ölunternehmen Krypto über Zwischenhändler ein. So können sie chinesische Yuan und indische Rupien problemlos in Rubel umwandeln, ohne dass Banken im Weg stehen.
Laut einem Insider belaufen sich diese Krypto-Transaktionen mittlerweile auf mehrere Dutzend Millionen Dollar pro Monat. Kein Wunder, denn seit Dezember ist es in Russland offiziell erlaubt, digitale Währungen für internationale Zahlungen zu verwenden. Ein bewusster Schritt der Regierung, um den Sanktionsdruck zu lindern und den Handel reibungslos weiterzuführen.
Politische und finanzielle Entwicklungen
Unterdessen setzt die russische Regierung stark auf eine breitere Krypto-Infrastruktur. So wurde kürzlich ein Steuergesetz verabschiedet, das Krypto-Transaktionen regelt und Krypto-Mining offiziell legalisiert. Außerdem experimentiert die Zentralbank mit dem digitalen Rubel (CBDC), der später in diesem Jahr schrittweise eingeführt wird. Ein klares Zeichen dafür, dass Russland sich auf eine Zukunft vorbereitet, in der Krypto eine größere Rolle spielt.
Russland folgt damit dem Beispiel anderer Länder wie Iran und Venezuela, die Krypto bereits früher genutzt haben, um wirtschaftliche Einschränkungen zu umgehen. Digitale Vermögenswerte werden zunehmend als Alternative im internationalen Handel verwendet, besonders von Ländern, die außerhalb des traditionellen Finanzsystems agieren.
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