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Dubai entwickelt sich in hohem Tempo zu einem der wichtigsten Kryptozentren der Welt. Die lokale Aufsichtsbehörde Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) hat inzwischen die 50. Lizenz an ein Kryptounternehmen vergeben. Damit kommt das Emirat seinem Ziel näher, internationale Blockchain-Firmen anzuziehen.

Auffällig ist: Dubai hat mittlerweile mehr Krypto-Lizenzen vergeben als Singapur und Hongkong. Eine Lizenz bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Unternehmen sofort den Betrieb aufnehmen darf.

50. Lizenz geht an Tokenisierungsunternehmen

Die jüngste Lizenz erhielt Tribe Tokenisation FZE. Das Unternehmen ist auf Tokenisierung spezialisiert. Dabei werden physische Vermögenswerte wie Immobilien oder andere werthaltige Assets in digitale Token auf der Blockchain übertragen. So lassen sich diese Vermögenswerte einfacher verwalten, aufteilen und handeln.

Nach Einschätzung der VARA zeigt die 50. Lizenz, dass Dubais Regulierungsmodell zunehmend Gestalt annimmt. Seit der Gründung der Behörde im Jahr 2022 versucht das Emirat, ein sicheres und attraktives Umfeld für Kryptounternehmen aus aller Welt zu schaffen.

Nicht jedes Unternehmen darf sofort starten

Eine Lizenz bedeutet jedoch nicht, dass ein Unternehmen umgehend Kunden bedienen darf. Neue Lizenznehmer müssen zunächst eine kontrollierte Anlaufphase durchlaufen. Erst wenn alle Vorgaben erfüllt sind, erhalten sie die Erlaubnis, ihre Dienste tatsächlich anzubieten.

Ende 2025 waren 39 Lizenznehmer vollständig operativ. VARA arbeitet derzeit an einer aktualisierten Übersicht für 2026.

Mehr Lizenzen als Singapur und Hongkong

Mit 50 Lizenzen liegt Dubai inzwischen vor zwei weiteren wichtigen Finanzzentren in Asien.

In Singapur hat die Monetary Authority of Singapore (MAS) derzeit 37 große Zahlungsinstitute registriert, die auch bestimmte Kryptodienste anbieten dürfen. Dies erfolgt über die bestehende Zahlungsgesetzgebung und nicht über eine eigenständige Kryptoaufsicht.

Hongkong verfolgt dagegen einen strengeren Ansatz. Dort hat die Securities and Futures Commission (SFC) bislang 13 Lizenzen an Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte vergeben.

Ein direkter Vergleich bleibt allerdings schwierig. Die drei Aufsichtsbehörden arbeiten mit unterschiedlichen Regeln und vergeben Lizenzen an unterschiedliche Arten von Unternehmen.

Dubai blickt nicht nur auf die Zahl der Lizenzen

Nach Angaben der VARA bemisst sich der Erfolg des Kryptosektors nicht allein an der Zahl der Lizenzen. Die Behörde berücksichtigt auch Handelsvolumina, das von Unternehmen verwaltete Vermögen, die durch den Sektor geschaffenen Arbeitsplätze sowie geprüfte Finanzergebnisse.

Mit der 50. Lizenz unterstreicht Dubai erneut seinen Anspruch, sich zu einem globalen Zentrum für regulierte Kryptounternehmen zu entwickeln.

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