Der Kryptomarkt ist deutlich im Aufwind – und das zeigt sich besonders bei XRP. Die Digitalwährung von Ripple legte am Sonntag einen Ausbruch hin und überholte kurzfristig sogar den größten Vermögensverwalter der Welt.
XRP größer als BlackRock
Am Sonntag, dem 5. Oktober 2025, erreichte XRP einen Höchststand von 3,06 US‑Dollar. Damit lag die Marktkapitalisierung vorübergehend bei 183,4 Milliarden US‑Dollar. Der Token war damit kurzzeitig mehr wert als BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, mit einer Börsenbewertung von ungefähr 180 Milliarden US‑Dollar.
BlackRock steht hinter den erfolgreichsten Exchange Traded Funds (ETFs) weltweit. Sein iShares Bitcoin Trust (IBIT) gilt inzwischen als der erfolgreichste ETF aller Zeiten. Er nähert sich nun der magischen Marke von 100 Milliarden US‑Dollar an verwaltetem Vermögen – deutlich schneller als jeder Vorgänger.
IBIT ist der profitabelste Fonds von BlackRock mit einem Jahresertrag von über 244 Millionen US‑Dollar. Auf Platz zwei folgt der iShares Russell 1000 Growth (IWF). Dieser Fonds ist deutlich größer (knapp 122 Milliarden US‑Dollar an verwaltetem Vermögen), doch beim IBIT sind die Gebühren schlicht höher.
BlackRock verwaltet auch den größten Ethereum‑ETF. Der Finanzriese betreut 18,5 Milliarden US‑Dollar in Ethereum (ETH) und verdient damit rund 42 Millionen US‑Dollar pro Jahr.
Steht XRP vor einer weiteren Rallye?
Zum Zeitpunkt des Schreibens ist der XRP-Kurs wieder etwas zurückgegangen. Mit einem Wert von 2,98 US‑Dollar liegt der Token erneut unter der psychologisch wichtigen Marke von 3 US‑Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt 178,5 Milliarden US‑Dollar – damit muss XRP BlackRock wieder knapp den Vortritt lassen.
Laut Krypto-Analyst Ali Martinez steht die Digitalwährung jedoch an einem entscheidenden Punkt. Gelingt der Ausbruch über 3,15 US‑Dollar, könnte das eine neue Rallye in Richtung 3,60 US‑Dollar auslösen. Das entspräche einem Anstieg von mehr als 20,8 Prozent.
Möglicherweise wartet der nächste Katalysator für eine neue Rallye bereits in diesem Monat. Ripple muss nämlich bis Ende Oktober einen Antrag abschließen für eine National Trust Bank‑Lizenz. Dieser Schritt würde dem Unternehmen ermöglichen, Stablecoins unter Bundesaufsicht auszugeben. Das ist eine Entwicklung, die das Vertrauen in Ripple – und damit indirekt auch in XRP – weiter stärken könnte.
Außerdem wartet der Markt darauf, dass XRP in den Vereinigten Staaten eigene börsengehandelte Fonds erhält. Diese sollen kurz vor der Genehmigung stehen, doch wegen des Shutdowns der US‑Regierung ist noch etwas Geduld gefragt.
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