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Ripple (XRP) steht erneut unter Beschuss, aber dieses Mal nicht von dem bekannten Gegner SEC. Der Angriff kommt jetzt aus einer unerwarteten Richtung: der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Oregon hat Ripple und XRP im Visier.
Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Oregon hat eine Klage eingereicht gegen die Krypto-Börse Coinbase. Laut der Klage sollen mehrere Kryptowährungen — darunter XRP, Solana (SOL), Cardano (ADA), Chainlink (LINK) und Uniswap (UNI) — auf der Plattform als Anlageverträge, also als ‘Krypto-Wertpapiere’, angeboten und verkauft worden sein.
Die Klage stößt auf viel Kritik innerhalb der Kryptogemeinschaft. Juristischer Analyst Bill Morgan spricht von „dystopischem Unsinn“ und behauptet, dass der Kläger wesentliche Fakten übersehen habe. So entfernte Coinbase XRP bereits im Dezember 2020 von der Plattform, kurz nachdem die SEC eine Klage gegen Ripple eingereicht hatte. Erst im Sommer 2023 wurde XRP wieder gelistet, nachdem ein Richter entschieden hatte, dass sekundäre Verkäufe der Münze nicht als Anlageverträge angesehen werden können.
Coinbase hatte in der Vergangenheit öfter rechtliche Konflikte mit Aufsichtsbehörden. So reichte die SEC vor zwei Jahren eine 101-seitige Klage gegen die Handelsplattform ein wegen Verletzung der Wertpapiergesetze. In diesem Fall wurden große Altcoins wie SOL, ADA und MATIC als Wertpapiere bezeichnet, aber bemerkenswerterweise wurde XRP damals NICHT erwähnt.
Seitdem hat die SEC ihre feindselige Haltung gegenüber Krypto etwas abgeschwächt. Mehrere Klagen wurden mittlerweile eingestellt, aber der langwierige Rechtsstreit mit Ripple ist noch immer nicht offiziell abgeschlossen.
Letzten Monat verkündete Ripple-CEO Brad Garlinghouse einen großen Sieg: die SEC zog ihre letzte Berufung zurück, womit der Fall größtenteils als abgeschlossen erscheint. Ripples Rechtsdirektor Stuart Alderoty bestätigte diese Nachricht kurz darauf.
Die XRP-Gemeinschaft feierte die Ankündigung als das Ende eines vier Jahre dauernden Kampfes. Doch das Dossier ist noch nicht vollständig geschlossen. Anfang dieses Monats reichten Ripple und die SEC einen gemeinsamen Antrag ein, um ihre gegenseitigen Berufungsverfahren vorübergehend auszusetzen. Das US-Berufungsgericht für den Zweiten Kreis stimmte dem zu.
Obwohl dies ein wichtiger Schritt in Richtung der endgültigen Beendigung des Falls ist, muss die SEC noch eine offizielle Erklärung abgeben. Anwalt James Filan bemerkte, dass die SEC angewiesen wurde, innerhalb von 60 Tagen einen Fortschrittsbericht einzureichen.
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