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Große US-Banken bereiten sich auf den nächsten Schritt in digitalen Währungen vor. Laut Ripple-CEO Brad Garlinghouse arbeiten sie im Hintergrund an Plänen für eigene Stablecoins. Damit rücken die traditionelle Finanzbranche und die Krypto-Welt näher zusammen.
Garlinghouse äußerte sich dazu während eines Interviews auf der FII Priority Miami 2026-Konferenz. Er sagte, die größten Banken der Welt prüften aktiv die Möglichkeit, einen eigenen digitalen Dollar einzuführen.
Dieses Interesse ist nachvollziehbar. Internationale Zahlungen über das traditionelle Banksystem sind oft langsam und kostspielig. Manchmal dauert es Tage, bis eine Transaktion abgeschlossen ist. Stablecoins bieten eine Alternative mit nahezu sofortigen und günstigen Überweisungen weltweit.
Die Entwicklung gewinnt durch neue US-Gesetzgebung an Fahrt. Garlinghouse bezeichnet den GENIUS Act als wichtigen Durchbruch. Auch der CLARITY Act spiele laut ihm eine Schlüsselrolle, da er Klarheit über die Regeln für digitale Vermögenswerte schaffen soll. Gerade diese Klarheit senke die Hürde für große Finanzinstitute, einzusteigen.
Garlinghouse sieht Krypto auf dem Weg zur Selbstverständlichkeit. In fünf bis zehn Jahren werde kaum noch darüber gesprochen, da es vollständig in das Finanzsystem integriert sei, so seine Prognose.
Kurzfristig rechnet er mit mehr Wettbewerb, da Banken und Unternehmen massenhaft den Stablecoin-Markt betreten. Diese Phase des schnellen Wachstums und der Zersplitterung werde letztlich einer Konsolidierung weichen, bei der nur die stärksten Akteure überleben.
Der Gesamtwert aller Stablecoins liegt derzeit bei etwa 319,5 Milliarden Dollar. Laut dem US-Finanzminister Scott Bessent könnte der Markt bis 2028 auf 2 Billionen Dollar anwachsen, was einem Anstieg von über 500 Prozent entspricht.
Auch Untersuchungen von Chainalysis zeigen, dass Stablecoins für Banken längst kein Experiment mehr sind. Immer mehr Finanzinstitute betrachten sie als ernstzunehmende Grundlage für die Zukunft des globalen Zahlungsverkehrs.
Zunehmend mehr große Zahlungsdienstleister unternehmen konkrete Schritte in Richtung Stablecoins. So testet Visa bereits Zahlungen mit USD Coin (USDC), während Mastercard mit Akteuren wie Binance, PayPal und Ripple zusammenarbeitet, um Blockchain-Technologie in das bestehende Netzwerk zu integrieren.
Auch Banken ziehen mit. JPMorgan Chase hat mit JPM Coin eine eigene digitale Währung für interne Transaktionen zwischen Kunden entwickelt. PayPal lancierte bereits seine Stablecoin PYUSD, die mittlerweile in zahlreichen Ländern verfügbar ist.
Darüber hinaus trat auch Klarna in den Markt ein, mit der Einführung eines eigenen Stablecoins Ende letzten Jahres. Dies verdeutlicht, dass sowohl traditionelle Akteure als auch Fintech-Unternehmen sich für eine Zukunft positionieren, in der digitale Dollars eine größere Rolle spielen.
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