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Institutionelle Anleger zeigen ein deutlich verändertes Verhalten gegenüber Kryptowährungen im Vergleich zu früheren Jahren. Während zuvor vor allem Zweifel vorherrschten, richtet sich der Fokus nun auf konkrete Anwendungen und strategische Entscheidungen. Analysten sehen darin eine strukturelle Veränderung, die in den kommenden Jahren den Markt prägen könnte.
Bei jüngsten Treffen mit Hunderten Finanzprofis fiel besonders auf, dass sich die Fragen verändert haben. Ryan Rasmussen, Leiter der Forschung bei Bitwise, berichtet, dass XRP und Tokenisierung immer häufiger thematisiert werden. „Anleger fragen nicht mehr, ob Krypto einen Wert hat, sondern wo dieser Wert entsteht.“
Diese Verschiebung ist laut Rasmussen bemerkenswert. Statt Skepsis geht es jetzt um Chancen innerhalb spezifischer Netzwerke und Anwendungen. Investoren schauen dabei nicht nur auf XRP, sondern auch auf Infrastruktur und neue Formen der Tokenisierung.
Auch Bitwise-CIO Matt Hougan sieht einen großen Unterschied zu früheren Zeiten. Er beschreibt die aktuelle Lage als „Tag und Nacht“ im Vergleich zur Zeit nach der FTX-Krise. Damals nahm das Interesse stark ab, während es jetzt wächst.
Hougan zufolge sind große Finanzakteure inzwischen aktiv in der Branche tätig. Banken wie Goldman Sachs arbeiten an Anwendungen rund um Tokenisierung und Stablecoins. Das zeigt, dass traditionelle Akteure Krypto ernster nehmen als je zuvor.
Dieser Trend wird auch durch eine jüngste Studie von Coinbase bestätigt. Daraus geht hervor, dass ein Viertel der institutionellen Investoren erwägt, XRP in ihr Portfolio aufzunehmen, während 73 Prozent angeben, ihre Krypto-Allokation in diesem Jahr erhöhen zu wollen.
Trotzdem bleibt die Regulierung ein wichtiger Aspekt. Unklarheiten in diesem Bereich halten einige Akteure noch zurück. Hougan betont, dass klarere Regeln, wie der CLARITY Act in den USA, eine entscheidende Hürde abbauen könnten. Dieses Gesetz soll festlegen, wie Krypto reguliert wird und welche Behörde für die verschiedenen Marktbereiche zuständig ist.
In der Zwischenzeit arbeitet die Securities and Exchange Commission (SEC) an einem Rahmenwerk, das Krypto einordnet. Dabei werden Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und XRP als digitale Rohstoffe eingestuft, da ihr Wert aus der Nutzung innerhalb ihrer Netzwerke resultiert.
Damit wird ein Schritt in Richtung eines strukturierteren Marktes gemacht. Ziel ist es, zu klären, welche Kryptowährungen unter das Wertpapierrecht fallen und welche nicht. Für die Branche könnte dies weitreichende Folgen haben, da es bestimmt, wie streng die Aufsicht wird und welcher Spielraum für Innovationen bleibt.
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