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Ripple-Chef Brad Garlinghouse hat Michael Saylors Bitcoin-Strategie scharf kritisiert. Zugleich betont er, bei Bitcoin (BTC) weiterhin optimistisch zu sein. Das Finanzierungsmodell von Strategy habe dem Kryptomarkt jedoch eher geschadet.
Die Aussagen kommen zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Strategy steht zunehmend unter Druck , nachdem die Vorzugsaktie STRC, über die das Unternehmen Kapital für weitere Bitcoin-Käufe einsammelt, auf ein Rekordtief gefallen ist. Gleichzeitig rutschte der Bitcoin-Kurs in dieser Woche unter 59.000 Dollar. Damit haben die Zweifel an der Tragfähigkeit von Saylors Strategie weiter zugenommen.
In einem Interview mit CNBC stellte Garlinghouse klar, dass sich seine Kritik nicht gegen Bitcoin selbst richtet. Der Ripple-Chef sagte, er bleibe für den größten Coin positiv gestimmt, stelle aber infrage, wie Strategy in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge aufgenommen hat, um immer mehr Bitcoin zu kaufen.
„Finanzkonstruktionen schaffen langfristig keinen Wert“, sagte Garlinghouse. Der Wert eines digitalen Vermögenswerts werde am Ende durch seinen praktischen Nutzen bestimmt, nicht durch komplexe Finanzierungsmodelle.
Auch Michael Saylor nahm er kritisch ins Visier.
„Das Team von Michael Saylor hat die falschen Prioritäten gesetzt. Das hat dem breiteren Kryptomarkt geschadet.“
Strategy sammelte zuletzt unter anderem über die Vorzugsaktie STRC Geld ein, um weitere Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Die Aktie zahlt eine jährliche Dividende von 11,5 Prozent und sollte eigentlich in der Nähe von 100 Dollar gehandelt werden.
Davon ist sie inzwischen deutlich entfernt. STRC notiert rund 25 Prozent unter diesem Niveau. Für Garlinghouse ist das ein klares Signal, dass Anleger dem Finanzierungsmodell von Strategy weniger Vertrauen entgegenbringen.
Auch andere Marktbeobachter äußern sich besorgt. Das Analysehaus CryptoQuant riet Strategy in dieser Woche, vorerst keine weiteren Bitcoin zu kaufen und zunächst die Liquiditätsposition zu stärken. Nach Einschätzung von CryptoQuant ist der Puffer zur Zahlung der STRC-Dividende deutlich geschrumpft.
Ganz so pessimistisch sind allerdings nicht alle. Mark Palmer, Analyst bei Benchmark-StoneX, hält das Modell zwar für weniger effizient, aber nicht für gescheitert. Strategy sei dadurch anfälliger geworden. Ein Vergleich mit früheren großen Marktzusammenbrüchen greife jedoch zu kurz.
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