Die amerikanische Finanzaufsichtsbehörde CFTC hat offiziell die Genehmigung für den Handel mit Spot-Kryptoprodukten an registrierten Futures-Börsen erteilt. Diese Maßnahme stellt einen wichtigen Schritt in der institutionellen Integration digitaler Vermögenswerte in den bestehenden Finanzaufsichtsrahmen dar.
Vollwertige Handelsinfrastruktur für Spot-Krypto
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gab am Donnerstag bekannt, dass Spot-Krypto nun an Börsen gehandelt werden darf, die bereits unter ihrer Aufsicht stehen. Laut der amtierenden Vorsitzenden Caroline Pham bedeutet dies, dass der Handel mit Spot-Krypto künftig auf Plattformen stattfindet, die „seit fast einem Jahrhundert den Goldstandard setzen, mit dem Anlegerschutz und der Marktintegrität, die die Amerikaner verdienen.“
Die Ankündigung folgt auf zunehmenden Druck von Präsident Donald Trump. Er drängte sowohl die CFTC als auch die Securities and Exchange Commission (SEC), ihre bestehenden Befugnisse auch ohne explizites Eingreifen des Kongresses zu nutzen.
Zugleich liegt im Senat noch ein Gesetzentwurf vor, der der CFTC formell mehr Befugnisse über Krypto-Vermögenswerte geben würde, die nicht als Wertpapiere klassifiziert sind, wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH).
Es liegen auch Gesetzentwürfe bereit, die der CFTC mehr Autorität über andere Krypto-Assets verschaffen sollen. Der Senat hat diese Vorschläge jedoch noch nicht behandelt.
Bitnomial startet regulierte Spot-Kryptobörse
In Übereinstimmung mit der neuen Richtlinie kündigte die amerikanische Derivatebörse Bitnomial Inc. an, am 8. Dezember eine regulierte Spot-Kryptobörse mit Hebeloptionen für Privathändler zu starten. Laut Gründer Luke Hoersten unterliegt der Handel mit Spot-Krypto damit demselben Aufsichtsrahmen wie Perpetuals, Futures und Optionen:
„Das Eingreifen von Brokern und die Nettoabwicklung über Clearinghäuser beseitigen das Gegenparteirisiko und bieten gleichzeitig die Kapitaleffizienz, die Händler benötigen.“
Die beiden führenden amerikanischen Finanzaufsichtsbehörden, die CFTC und die SEC, haben jahrelang um die primäre Aufsicht über den Kryptomarkt gerungen. Seit Trump Präsident ist, scheinen beide Institutionen zu einer engeren Zusammenarbeit bereit. Der SEC-Vorsitzende Paul Atkins äußerte im September, dass „Krypto derzeit die Aufgabe Nummer eins ist.“
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