Nordamerika scheint am Rande einer historischen Phase für Krypto zu stehen. Mit Donald Trump als wiedergewähltem Präsidenten der Vereinigten Staaten und Pierre Poilievre, einem ausgesprochenen Befürworter von Bitcoin, auf dem Weg, der nächste Premierminister Kanadas zu werden, könnte die Krypto-Welt möglicherweise starke politische Unterstützung erhalten.
Ein pro-Krypto-Politiker an der Spitze?
Lange bevor Donald Trump seine ersten NFTs lancierte, hatte der kanadische Politiker Pierre Poilievre Bitcoin umarmt. „Die Regierung zerstört den kanadischen Dollar, also müssen die Kanadier die Freiheit haben, anderes Geld zu verwenden, wie Bitcoin“, erklärte er 2022. In diesem Jahr zahlte Poilievre sogar mit Bitcoin für Shawarma während eines Besuchs in London.
Als Vorsitzender der Konservativen Partei Kanadas (CPC) ist Poilievre seit Jahren ein Befürworter finanzieller Freiheit und weniger Kontrolle durch Regierungen und Banken. Seine Popularität wuchs durch zunehmende Unzufriedenheit mit der Politik von Justin Trudeau, der wegen gescheiterter Einwanderungspolitik, extrem hoher Immobilienpreise und wirtschaftlicher Stagnation unter Beschuss steht.
Standpunkt verstärkt durch Lkw-Proteste
Poilievres pro-Bitcoin-Haltung trat besonders hervor nach den Anti-Covid-Lkw-Protesten in Kanada. Während dieser Proteste froren die kanadischen Behörden Bankkonten ein und beschlagnahmten sogar Krypto-Vermögenswerte von Demonstranten. Poilievre verurteilte diese Maßnahmen und betonte, dass Kanada mehr finanzielle Freiheit brauche.
„Kanada braucht weniger finanzielle Kontrolle für Politiker und Banker und mehr finanzielle Freiheit für die Menschen. Das umfasst die Freiheit, Krypto, Token, Smart Contracts und dezentrale Finanzen zu besitzen und zu nutzen“, sagte Poilievre damals.
Ein zurückhaltenderer Ton?
Auffällig ist, dass Poilievre in letzter Zeit weniger deutlich über Krypto spricht. Dies im Gegensatz zu Trump, der Krypto immer häufiger als Thema seiner Wahlkampagne einsetzt. Poilievres Zurückhaltung könnte mit der Kritik von Premier Trudeau zusammenhängen, der ihm vorwarf, unverantwortliche Finanzberatung zu geben, indem er Kanadier ermutigte, in Krypto zu investieren. Auch innerhalb seiner eigenen Partei gibt es kritische Stimmen zu seiner Haltung.
Trotz dieser Stille zeigt eine kürzliche Offenlegung, dass Poilievre immer noch in den Purpose Bitcoin ETF investiert, einen kanadischen Spot-Bitcoin-ETF. Dies deutet darauf hin, dass sein Glaube an Bitcoin nach wie vor stark ist, auch wenn er sich dafür entscheidet, dies weniger öffentlich zu betonen.
Historische Chance für Krypto?
Mit Donald Trump zurück im Weißen Haus und Pierre Poilievre möglicherweise als neuer Premierminister Kanadas, könnte Nordamerika am Beginn eines neuen Zeitalters der Krypto-Akzeptanz stehen. Diese politischen Entwicklungen könnten den Weg für eine größere Akzeptanz von Bitcoin und anderen digitalen Währungen sowohl in den USA als auch in Kanada ebnen.
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