Die Edelmetalle verzeichnen seit 2025 beeindruckende Gewinne. Im starken Gegensatz dazu bleibt die Kryptoindustrie zurück. Ökonom und bekennender Bitcoin-Kritiker Peter Schiff warnt nun vor einem deutlichen Rückgang des Bitcoin-Kurses. Silber, so sagt er, steige weiter. Aber Bitcoin müsse sich auf eine gegenteilige Bewegung einstellen.

Schiff sieht Bitcoin-Kurs in Gefahr

Peter Schiff kritisiert erneut Bitcoin (BTC). Der amerikanische Goldenthusiast prognostiziert, dass die jüngste Silberrallye Unheil für BTC bedeutet. „Was jetzt mit Silber passiert, steht Bitcoin bevor, aber in entgegengesetzter Richtung“, schreibt er auf X.

Schiff sieht in der starken Silberpreissteigerung ein Omen für einen Bitcoin-Kurseinbruch. Das Edelmetall erreichte am Montag ein Allzeithoch von 95,88 Dollar pro Unze. Inzwischen pendelt sich der Preis etwas niedriger bei etwa 95,20 Dollar ein.

Monatschart Silber (Quelle: TradingView)

Wer weiter herauszoomt, erkennt das starke Abschneiden von Silber erst richtig. Seit Januar ist der Silberpreis um 33,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Beginn des Jahres 2025 beträgt der Gesamtgewinn sogar über 220 Prozent.

Auch Gold zeigt sich stark und erreicht ein neues Rekordhoch von rund 4.735 Dollar pro Unze. Der Anstieg seit Jahresbeginn: etwa 79 Prozent.

Bitcoin hingegen zeigt eine leicht rückläufige Tendenz. Trotz eines Allzeithochs im Oktober sank der BTC-Kurs von 93.000 Dollar Anfang 2025 auf etwa 90.900 Dollar zum Zeitpunkt des Schreibens.

Ein Grund für den Aufschwung der Edelmetalle ist die zunehmende geopolitische Unsicherheit rund um Grönland. Donald Trump will die strategische Kontrolle über das Gebiet ausweiten und übt politischen und wirtschaftlichen Druck auf Europa aus.

Anleger reagieren darauf, indem sie verstärkt in greifbare, knappe Vermögenswerte wie Gold und Silber investieren.

Schiff: Bitcoin keine sichere Anlage

Peter Schiff, Gründer des Vermögensverwalters Euro Pacific Capital, ist seit Jahren ein Verfechter greifbarer Werte wie Gold und Silber. Seine Kritik an Bitcoin ist seit 2011 unverändert. Damals kostete BTC knapp über 1 Dollar.

Laut Schiff ist Bitcoin eine Blase ohne inneren Wert. Obwohl BTC seine Kritik immer wieder widerlegte, bleibt er bei seiner Prognose: Ein Crash sei unvermeidlich.

In einem weiteren Beitrag auf X erklärt er: „Weltweit stoßen Anleger den Dollar, Aktien und Anleihen ab. Sie flüchten in Gold und Silber, was diese zu Rekordhöhen treibt. Das Rennen um den Ausstieg aus US-Vermögenswerten hat begonnen. Es ist ein Rennen, das man sich nicht leisten kann, zu verlieren.“

US-Wirtschaft unter Druck

Schiff bezeichnet die wirtschaftliche Lage in den USA als äußerst beunruhigend. Die US-Staatsverschuldung beläuft sich mittlerweile auf über 38,6 Billionen Dollar, wie die U.S. Debt Clock zeigt. Im Jahr 2025 stiegen die jährlichen Zinsbelastungen auf über 1 Billion Dollar, mehr als das gesamte Verteidigungsbudget.

Laut Schiff verlieren Anleger in einem solchen Umfeld das Vertrauen in Fiat-Währungen. Greifbare Werte gewinnen an Attraktivität. Doch Bitcoin? Das bleibt seiner Meinung nach anfällig. Er wendet sich vehement gegen die Vorstellung, BTC sei „digitales Gold“ oder biete Schutz in einer Dollarkrise.

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