Der Bitcoin (BTC) Kurs hat in kurzer Zeit erheblich nachgelassen, und ein überzeugendes Comeback steht noch aus. Seit Jahresbeginn hat sich die Stimmung deutlich geändert. Verschiedene Analysten sehen Anzeichen dafür, dass vor allem große Akteure derzeit verkaufen. Das könnte bedeuten, dass der Rückgang noch nicht vorbei ist.
Bitcoin verliert 20 Prozent in einer Woche
Innerhalb einer Woche verlor Bitcoin fast 20 Prozent und fiel unter die Marke von 67.000 Dollar. Damit sind nahezu alle Gewinne der letzten fünfzehn Monate verschwunden. Auffällig ist das fehlende Erholungspotential. Laut dem erfahrenen Händler Peter Brandt ist das kein Zufall.
Brandt spricht von koordinierten Verkäufen. Damit meint er nicht die Panik kleiner Anleger, sondern einen langfristigen und bewussten Abbau durch große Akteure. „Der Chart zeigt klare Merkmale von koordinierten Verkäufen“, schreibt er. Große Institutionen könnten also schrittweise ihre Bitcoin veräußern.
Diese Annahme wird durch On-Chain-Daten gestützt. Seit Januar leiten Miner mehr Bitcoin an Börsen als sie behalten. Das deutet darauf hin, dass sie teilweise ihre Bestände verkaufen. Ein zusätzliches Angebot auf dem Markt sorgt oft für zusätzlichen Druck auf den Kurs.
ETF-Besitz sinkt auf 1,27 Millionen Bitcoin
Auch bei den amerikanischen Spot Bitcoin ETFs ist eine deutliche Veränderung zu beobachten. Die Woche begann noch positiv mit einem Zufluss von etwa 560 Millionen Dollar am Montag, aber in den folgenden Tagen flossen insgesamt 816,9 Millionen Dollar aus den ETFs ab.
Der gemeinsame Bestand sank dadurch von 1,29 Millionen Bitcoin zu Beginn des Jahres auf 1,27 Millionen in dieser Woche. Das mag wenig erscheinen, aber in einem schwachen Markt kann dies den Kurs weiter unter Druck setzen.
Coinbase Premium erreicht Jahrestief
Ein weiterer wichtiger Indikator ist das sogenannte Coinbase Premium. Dieses steht derzeit auf dem tiefsten Stand des Jahres. Dieser Indikator zeigt, ob große US-Akteure aktiv kaufen. Ein niedriger Stand bedeutet, dass das Kaufinteresse momentan abnimmt.
Zudem sieht Brandt im Chart ein Muster, das oft auftritt, bevor eine neue Abwärtsphase beginnt. Auf dieser Basis hält er es für wahrscheinlich, dass der Bitcoin Kurs auf etwa 63.800 Dollar zurückfällt. Das wäre etwa 7 Prozent niedriger als das aktuelle Niveau und passt zu den breiteren Signalen einer anhaltenden Verkaufsdrucksituation.

Bitcoin fällt nach Strategy-Verkauf von BTC im Wert von 216 Millionen Dollar
Strategy verkaufte 3.588 Bitcoin für 216 Millionen Dollar – der mit Abstand größte Verkauf des Unternehmens. Der Bitcoin-Kurs gab unmittelbar um 1,5 Prozent nach.
Peter Brandt setzt auf Gold statt Bitcoin: „dürfte deutlich besser abschneiden“
Peter Brandt erwägt, Bitcoin zugunsten von Gold zu verkaufen. Er rechnet damit, dass sich das Edelmetall in den kommenden Jahren besser entwickeln wird.
Bitcoin-Kurs fällt nach fünf starken Tagen: Newsbit-Analyst sieht entscheidenden Test
Bitcoin entwickelt sich genau so, wie es der Newsbit-Analyst prognostiziert hatte. Nun steuert der Kurs auf ein Niveau zu, das für die kommende Zeit entscheidend werden dürfte.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
