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Der Kryptomarkt erlebte 2025 sowohl steile Höhen als auch tiefe Tiefen. Bitcoin (BTC) erreichte ein Rekordhoch, schloss das Jahr jedoch dennoch im Minus ab. Viele Altcoins hatten es noch schwerer. Das Investmentfonds Pantera Capital zieht Bilanz und blickt nach vorn: Was lief schief, und warum könnte 2026 besser werden?
In einem umfassenden Blogbeitrag auf X kommt Pantera zu dem Schluss, dass 2025 kein fundamentales Bullenjahr war. Äußere Faktoren wie die Makroökonomie und eine fragile Marktstruktur bestimmten das Tempo, was zu einem gemischten Bild führte.
Bitcoin erreichte im Oktober einen neuen Höchststand von über 126.000 Dollar. Dennoch schloss BTC das Jahr fast 6 Prozent niedriger ab. Ethereum (ETH) und Solana (SOL) verzeichneten noch größere Verluste: jeweils 11 und 34 Prozent.
Laut Pantera begann der Bärenmarkt für Altcoins eigentlich schon Ende 2024. Seitdem ist der Marktwert aller Token außerhalb von BTC, ETH und Stablecoins um etwa 44 Prozent gesunken.
Dieser Rückgang ging mit einer verminderten Aktivität auf Blockchains einher. Transaktionsgebühren, aktive Adressen und Nettoeinnahmen sanken auf vielen Netzwerken. Nur Stablecoins verzeichneten einen Anstieg in der Akzeptanz, obwohl sich der wirtschaftliche Wert oft in Richtung traditioneller Institutionen außerhalb der Blockchain verlagerte.
Auch wurde Kapital in andere Anlagen verlagert. Gold und Silber erlebten ein Rekordjahr mit Gewinnen von etwa 70 und 170 Prozent, während Kryptos im Minus endeten.
Das vierte Quartal 2025 markierte laut Pantera den Wendepunkt. Am 10. Oktober führte massiver Verkaufsdruck zur größten Liquidationswelle aller Zeiten im Krypto-Bereich. Rund 19 Milliarden Dollar an Positionen wurden liquidiert.
Gleichzeitig fiel der Kaufdruck bei Krypto-Reserveunternehmen weg. Viele Akteure hörten auf, nachzukaufen. Nur Strategy und Bitmine akkumulierten weiterhin strukturell.
Dennoch sieht Pantera positive Signale für 2026. Die institutionelle Akzeptanz nimmt zu. Große Akteure wie Nasdaq und die New York Stock Exchange arbeiten aktiv an der Tokenisierung von Aktien.
Auch Stablecoins und Prognosemärkte wuchsen stark. Plattformen wie Kalshi und Polymarket erzielten Ende 2025 Bewertungen von jeweils 11 und 15 Milliarden Dollar.
Zudem verändert sich das makroökonomische Klima. Ende 2025 beendete die Federal Reserve (Fed) die quantitative Straffung. Sie senkte die Zinsen und begann mit monatlichen Käufen von 40 Milliarden Dollar an kurzfristigen Staatsanleihen.
Das erhöht die Liquidität im Finanzsystem, was historisch gesehen sowohl für Aktien als auch für Krypto von Vorteil ist.
Laut Pantera bleibt der Kryptomarkt zudem unterausgeschöpft. Nur ein Bruchteil der weltweiten Anleger hat direkte Exposition. Eine kleine Realokation könnte daher große Kursbewegungen auslösen.
Das Fonds kommt zu dem Schluss, dass 2025 schmerzhaft, aber gesund war: Die Bewertungen sind realistischer geworden und schwache Glieder wurden eliminiert. Wenn sich das Fundament weiter erholt, sieht 2026 für Krypto „asymmetrisch positiv“ aus.
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