Der XRP-Kurs zeigt erneut Kapriolen, die viele Anleger verunsichern. Während der Kryptomarkt insgesamt unter Druck steht, verweisen Analysten auf ein auffälliges Muster: Ausgerechnet die kleinste Anlegergruppe scheint für eine mögliche Erholung von XRP entscheidend. Doch was sagen die Zahlen, und wie reagieren andere große Coins?
Leichte Erholung nach Panik
XRP (XRP) legte gestern kurzfristig um 2,4 Prozent zu und erreichte ein Tageshoch von 2,23 US-Dollar. Der Anstieg erwies sich jedoch als nicht nachhaltig. In den frühen Morgenstunden fiel der Kurs auf etwa 2,12 US-Dollar zurück, womit der Gewinn vollständig verpuffte. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert XRP bei rund 2,16 US-Dollar.
Trotz des Rücksetzers sehen Analysten noch keinen Grund zur Panik. Die Blockchain-Plattform Santiment merkt an, dass das Verhalten kleiner Anleger mit weniger als 100 XRP in der Wallet oft ein Frühindikator für größere Marktbewegungen ist.
Kleine Wallets werfen XRP auf den Markt: Zeit für Akkumulation?
Nach Angaben von Santiment haben diese kleinen Wallets seit Anfang November 1,38 Prozent ihres gesamten XRP-Bestands verkauft. Das fällt mit einem deutlichen Rückgang des Anteils der Wallets zusammen, die im Gewinn sind, der nun bei 58,54 Prozent liegt. Dieses Niveau sahen wir zuletzt, als XRP um 0,53 US-Dollar gehandelt wurde.
Die jüngsten Panikverkäufe unter Kleinanlegern könnten laut Marktbeobachtern gerade das Startsignal für größere Akteure sein, wieder einzusteigen. Historisch gesehen steigen institutionelle Investoren häufig nach Phasen wieder ein, in denen sich Privatanleger zurückziehen.
Die von Santiment geteilte Grafik zeigt bereits erste Signale einer erneuten Akkumulation. Das bedeutet, dass einige Marktteilnehmer beginnen, XRP wieder aufzubauen – möglicherweise in Erwartung einer Erholung.

Breite Retail-Verkäufe deuten auf möglichen Trendbruch hin
Das Phänomen beschränkt sich nicht auf XRP. Auch bei Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) hat der Verkaufsdruck unter Kleinanlegern zugenommen. Wallets mit weniger als 0,01 BTC verkauften innerhalb von fünf Tagen 0,36 Prozent ihres Bestands. Bei Ethereum verzeichneten Adressen mit weniger als 0,1 ETH im vergangenen Monat sogar Abflüsse von 0,90 Prozent.
Die gleichzeitige Verkaufswelle bei den drei größten Kryptowährungen interpretiert Santiment als möglichen Wendepunkt. Große Anleger könnten diesen Moment nutzen, um günstig einzusteigen. Gerade mit Bitcoin um 91.600 US-Dollar und Ethereum bei 3.070 US-Dollar bleibt spannend, ob diese neue Panikwelle den Auftakt zu einer breiteren Rally bildet.
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