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Die Aktie von Palantir Technologies legte am Montag nach Börsenschluss um elf Prozent zu, nachdem das Unternehmen die Anleger mit einer deutlichen Anhebung der Umsatzprognose überraschte.
Trotz eines schwachen Jahresbeginns scheint der amerikanische Datenriese nun von der steigenden Nachfrage nach KI-gestützter Verteidigungs- und Regierungssoftware zu profitieren.

Palantir prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von über 7,19 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit liegt die Prognose fast eine Milliarde über der durchschnittlichen Analystenerwartung von 6,27 Milliarden Dollar.
Auch für das laufende Quartal liegt die Umsatzprognose mit 1,53 Milliarden Dollar über den Schätzungen. Im vierten Quartal verbuchte Palantir ein Umsatzwachstum von siebzig Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie lag bei 25 Cent und übertraf damit die erwarteten 23 Cent.
Palantir, das den Großteil seiner Einnahmen aus Regierungsverträgen in den USA erzielt, profitiert von der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Verteidigungssektor. Laut CTO Shyam Sankar erreicht der Einsatz der KI-Plattform Maven beim US-Militär „ein Rekordniveau“. Das System hilft unter anderem bei der Zielidentifizierung auf dem Schlachtfeld.
Zudem meldete das Unternehmen starke Ergebnisse sowohl im US-Regierungs- als auch im kommerziellen Bereich: 570 Millionen Dollar Umsatz aus Regierungsverträgen (erwartet: 521 Millionen) und 507 Millionen aus kommerziellen Geschäften (erwartet: 478 Millionen).
Trotz des finanziellen Erfolgs bleibt Palantir wegen seiner Rolle in umstrittenen Regierungsprojekten in der Kritik. Das Unternehmen liefert seit Jahren Technologie an Einwanderungsbehörden wie ICE. Vergangenen Monat gerieten die Praktiken dieser Behörde erneut in die Schlagzeilen, nachdem bei einem Protest in Minneapolis zwei Demonstranten von Polizisten erschossen wurden.
CEO Alex Karp verteidigte Palantirs Rolle in einem bemerkenswerten Aktionärsbrief. Darin erklärte er, dass die Softwareplattform „verfassungswidrige Eingriffe in die Privatsphäre der Bürger gerade verhindere“. Wie genau das geschehen soll, blieb jedoch unklar.
Die Palantir-Aktie schloss am Montag bei 147,77 Dollar, verzeichnete in diesem Jahr jedoch bis dahin einen Verlust von siebzehn Prozent. Seit dem Höchststand im November ist die Aktie sogar um 29 Prozent gefallen. Der kräftige Kurssprung nach Börsenschluss bietet daher eine willkommene Verschnaufpause.
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