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Die Ölpreise verzeichnen heute einen erheblichen Anstieg, nachdem klar wurde, dass Donald Trump die US-Marineblockade der Straße von Hormus noch monatelang aufrechterhalten will. Dies ist einer der größten Tagesanstiege seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und Iran und setzt die Finanzmärkte unter Druck.
WTI-Rohöl liegt 5,45 Prozent im Plus und Brent-Öl verzeichnet einen Gewinn von 4,89 Prozent. Damit nähern sich sowohl die amerikanische als auch die europäische Rohöl-Benchmark wieder ihren Rekordkursen.
Bitcoin (BTC) hatte sich gerade von seinen Rückgängen der letzten zwei Tage weitgehend erholt, ist jedoch innerhalb weniger Stunden um fast 2 Prozent gefallen. Auch auf den globalen Aktienmärkten spiegeln sich die Sorgen der Investoren wider.
Laut Mitarbeitern des Weißen Hauses hat Trump mit US-Öl- und Gasunternehmen darüber gesprochen, wie die Blockade der Straße von Hormus noch monatelang fortgesetzt werden kann. Das berichtet Axios unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Treffens.
Führungskräfte wie Chevron-CEO Mike Wirth nahmen am Dienstag im Weißen Haus Platz. Auch Stabschefin Susie Wiles, Finanzminister Scott Bessent sowie die Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner waren anwesend.
Trump betrachtet eine langfristige Blockade als weniger risikoreich als erneute Bombardierungen oder einen Rückzug. Er möchte damit die iranische Staatskasse austrocknen und das Regime zu einem Nuklearabkommen zwingen.
Unterdessen warnt Iran, dass die Blockade „bald mit praktischen und beispiellosen militärischen Maßnahmen beantwortet werden“ könnte und das Geduld am Ende sei.
Laut Iran sucht Trump selbst nach einem Ausweg, nachdem er sowohl auf dem Schlachtfeld als auch am Verhandlungstisch Verluste erlitten hat. Die Gespräche in Pakistan zwischen beiden Ländern sind vorerst ausgesetzt.
Der Markt rechnet immer weniger mit einem schnellen und nachhaltigen Frieden und somit auch nicht mit einer baldigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Durch diese enge Wasserstraße fließt normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öls.
Der Krieg brach am 28. Februar aus, als die Vereinigten Staaten und Israel gemeinsame Angriffe auf iranische Ziele durchführten. Ziel war es, das Nuklearprogramm Teherans zu demontieren. Inzwischen dauert der Konflikt über zwei Monate an.
Anfang April schien es kurzzeitig Hoffnung zu geben. Die USA pausierten ihre Angriffe am 8. April und eine Woche später, am 17. April, kam es zu einem Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon.
In den letzten Tagen versuchten Vermittler in Pakistan, beide Parteien wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Iran bot an, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, im Austausch gegen die Aufhebung der US-Blockade, und war bereit, die Verhandlungen über sein Nuklearprogramm in diesem Fall zu verschieben.
Teheran wollte jedoch teilweise die Kontrolle über den Schiffsverkehr behalten. Für Trump war dies inakzeptabel, und er lehnte das Angebot ab.
Das Weiße Haus erklärt, dass man weiterhin mit Iran im Gespräch sei. Laut Sprecherin Anna Kelly kämpft Teheran mit der „Lösung seiner Führungssituation“, was Iran selbst entschieden bestreitet. Trump würde nur einen Deal schließen, der die „nationale Sicherheit der USA“ in den Vordergrund stellt.
Die Erklärung des Weißen Hauses folgt auf Trumps Bemerkung über Iran, dass „sie besser schnell cleverer werden sollten“.
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