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Öl-Futures auf der dezentralen Handelsplattform Hyperliquid stiegen sprunghaft an, nachdem Trump eine Blockade der Schifffahrt in der Straße von Hormus ankündigte.

WTI-Futures legten um etwa sieben Prozent auf 96,40 Dollar zu, während Brent um sechs Prozent auf circa 96 Dollar kletterte. Das Handelsvolumen in WTI stieg auf 1,53 Milliarden Dollar, womit Öl nach Bitcoin und Ethereum das drittmeistgehandelte Instrument auf der Plattform wurde.

Krypto fängt auf, was traditionelle Märkte verpassen

Trumps Ankündigung erfolgte am Wochenende, als traditionelle Ölmärkte geschlossen waren. Auf Hyperliquid konnten Trader jedoch direkt auf die Neuigkeiten reagieren.

Dass das Handelsvolumen in Öl so schnell den dritten Platz auf der Plattform erreichte, zeigt, dass Anleger zunehmend auf dezentrale Plattformen ausweichen, während traditionelle Märkte für das Wochenende geschlossen haben.

Strategische Reserven erschöpfen sich

Die Blockade kommt zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt. Seit dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar setzt die Internationale Energieagentur Notreserven ein, um ein Defizit von etwa 4,5 bis 5 Millionen Barrel pro Tag auszugleichen. Diese Reserven nähern sich jedoch ihrer Grenze.

Ohne eine Wiederaufnahme des Transports durch die Straße von Hormus könnte das Defizit auf 10 bis 11 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Saudi-Arabien bezeichnete dies kürzlich als ein beispielloses Angebotsschock auf dem modernen Ölmarkt.

IEA-Direktor Fatih Birol warnte bereits in der vergangenen Woche, dass die Situation im April noch drastischer werden könnte als im März.

Montag wird entscheidend für die Märkte

Die Auswirkungen auf traditionelle Märkte werden am Montagmorgen unmittelbar sichtbar werden. Analysten erwarten, dass die Ölpreise deutlich höher eröffnen, während Aktien unter Druck geraten könnten aufgrund wachsender Inflationssorgen. Auch die Volatilität wird voraussichtlich stark zunehmen.

Der Bitcoin-Kurs reagierte bereits. Der Preis fiel auf etwa 71.000 Dollar, ein Rückgang von fast drei Prozent. Die Kombination aus gescheiterten Friedensverhandlungen und einer vollständigen Blockade gilt als das schwerste Szenario für die Märkte.

Die Woche begann mit Hoffnung auf Deeskalation, endet jedoch mit einer Blockade, zunehmenden Spannungen und schwindenden Reserven. Am Montag dürfte sich zeigen, wie stark diese Realität bereits eingepreist ist.

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