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Der Ölfluss durch die Straße von Hormus wird nach dem vorübergehenden Friedensabkommen zwischen den USA und Iran schnell wieder aufgenommen. Tanker, die monatelang im Persischen Golf festsaßen, verlassen die Region, während der Ölproduzent Kuwait angekündigt hat, die Produktion zu steigern.
Die Entwicklungen deuten darauf hin, dass der Energieexport aus dem Nahen Osten bereits wieder nahe dem Vorkriegsniveau liegt. Gleichzeitig steht der Ölpreis unter Druck, da Anleger auf eine weitere Erholung der weltweiten Versorgung setzen.
Laut Schiffsangaben sind Tanker mit fast zehn Millionen Barrel Öl mittlerweile durch oder außerhalb der Straße von Hormus unterwegs. Darunter befinden sich die ersten saudi-arabischen Öltanker, die den Durchgang seit Beginn des Konflikts nutzen.
Auch Katar hat wieder eine Ladung Flüssigerdgas (LNG) durch die Meerenge geschickt. Zudem wurden mehrere iranische Schiffe gesichtet, die die Route erneut verwenden.
Wenn diese Mengen mit Öl kombiniert werden, das bereits über alternative Pipelines transportiert wird, nähert sich der Export aus dem Nahen Osten normalen Niveaus.
Das ist bemerkenswert, da die Beinahe-Schließung der Straße von Hormus zuvor als eine der größten Bedrohungen für die globale Energieversorgung galt.
Die Wiedereröffnung hat direkten Einfluss auf den Ölmarkt. Kuwait hat bekanntgegeben, die Ölproduktion wieder zu steigern, da sich die Lage verbessert.
Unterdessen fiel der Ölpreis auf etwa 76 Dollar pro Barrel. Damit liegt der Preis auf dem niedrigsten Stand seit den ersten Tagen des Konflikts.

Zu Beginn des Krieges waren die Energiepreise aus Angst vor einer massiven Angebotsstörung gestiegen. Diese Sorgen nahmen in den vergangenen Wochen ab, da China weniger Öl importierte und die USA ihre Exporte erhöhten.
Da immer mehr Tanker die Durchfahrt wieder aufnehmen, wächst das Vertrauen, dass ein großer Teil des blockierten Öls doch noch den Markt erreicht.
Doch es bleibt Unsicherheit bestehen. Mehr als hundert Tanker befinden sich noch immer in der Golfregion. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob der aktuelle Abfluss nachhaltig ist oder hauptsächlich aus Schiffen besteht, die bereits seit Monaten warteten.
Viele Reedereien bleiben vorsichtig. Es gibt weiterhin Unklarheit über die Anwesenheit von Seeminen, die Verkehrsleitung in der Meerenge und die Rolle, die der Iran bei der Verwaltung der Route spielen wird.
Branchenorganisationen wie Intertanko und Bimco warnen, dass es Monate dauern könnte, bis der Schiffsverkehr vollständig normalisiert ist.
Laut Bimco sind Teile der zentralen Schifffahrtsroute noch immer wegen Minen unbrauchbar. Schiffe nutzen derzeit vor allem sichere Korridore entlang der Küste von Oman und Iran.
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Die ersten saudischen Supertanker passieren die Straße von Hormus nach der Einigung zwischen den USA und Iran. Trotzdem bleibt die Schifffahrt vorsichtig.
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