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Der US-amerikanische Chiphersteller Nvidia hat am Montag einen bemerkenswerten Schritt im schnell wachsenden Markt für künstliche Intelligenz (KI) gemacht. Das Unternehmen erweitert seine Zusammenarbeit mit dem Cloud-Anbieter CoreWeave erheblich nach einer Milliardeninvestition. Die Nachricht löste an der Börse sofort Euphorie aus.
Nvidia investiert 2 Milliarden Dollar in CoreWeave, indem es Aktien zu einem Preis von 87,20 Dollar pro Stück erwirbt. Dies teilte CoreWeave in einer Pressemitteilung mit. Mit diesem Schritt wird Nvidia nicht nur zum Lieferanten, sondern auch zum strategischen Anteilseigner eines der am schnellsten wachsenden KI-Cloud-Unternehmen der Welt.
Laut Marktexperten handelt es sich um mehr als nur eine finanzielle Investition. Nvidia verankert sich tiefer im KI-Ökosystem, in dem es bereits als Hersteller fortschrittlicher Chips eine dominierende Rolle spielt. Analyst Kobeissi berichtete auf X, dass der Nvidia-Kurs nach der Nachricht um etwa zehn Prozent stieg, ein klarer Hinweis auf das Vertrauen der Anleger.
Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnet künstliche Intelligenz als „die größte Infrastrukturerweiterung in der Menschheitsgeschichte“. Laut ihm ist CoreWeave ein entscheidender Partner, um diese Vision zu verwirklichen. CoreWeave-CEO Michael Intrator betont, dass erfolgreiche KI nur möglich ist, wenn Software, Infrastruktur und Betriebsprozesse nahtlos zusammenarbeiten.
CoreWeave liefert spezialisierte Cloud-Rechenleistung für KI-Anwendungen und arbeitet bereits eng mit Nvidia zusammen. Die Unternehmen planen den Bau sogenannter KI-Fabriken weltweit. Dabei handelt es sich um großangelegte Rechenzentren, die vollständig auf das Training und den Betrieb von KI-Modellen ausgelegt sind. Bis 2030 peilen sie gemeinsam mehr als 5 Gigawatt an KI-Kapazität an.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt CoreWeave mehrere Generationen von Nvidia-Technologien ein, darunter Grafikchips, Prozessoren, Speicher- und Netzwerklösungen. Das Unternehmen gehört zudem zu den ersten Nutzern der neuen Rubin- und Vera-Plattformen von Nvidia. Rubin ist eine neue Generation von GPUs, die für extrem anspruchsvolle KI-Berechnungen entwickelt wurde. Vera ist eine dazugehörige CPU, die speziell für die optimale Zusammenarbeit mit Nvidias GPU-Architektur entwickelt wurde.
Neben Hardware arbeiten Nvidia und CoreWeave auch an Software und sogenannten Referenzarchitekturen. Diese sollen sicherstellen, dass die Technologie später auch von anderen Cloud-Anbietern und Großunternehmen, die mit KI arbeiten wollen, eingesetzt werden kann.
Die Investition wirft auch kritische Fragen auf. CoreWeave baut seine Infrastruktur nahezu vollständig mit Nvidia-Technologie auf, sodass Nvidia im Grunde in einen Kunden investiert, der seine eigenen Produkte abnimmt. Analysten sprechen deshalb von einer Form der zirkulären Finanzierung.
Dieses Muster ist nicht neu. Bereits zuvor wurde bekannt, dass Nvidia auch bei Megadeals rund um KI-Unternehmen involviert ist, die stark auf seine Chips angewiesen sind, darunter OpenAI. So entsteht ein Ökosystem, in dem Nvidia gleichzeitig Lieferant, Partner und Investor ist.
Obwohl dies die Marktmacht des Unternehmens weiter stärkt, warnen einige Analysten, dass dies die Risiken einer Überhitzung im KI-Sektor erhöht. Die Kombination aus enormen Investitionen, hohen Erwartungen und stark steigenden Börsenkursen lässt bei Kritikern die Frage aufkommen, ob hier nicht die Konturen einer neuen Tech-Blase sichtbar werden. Diese Diskussion wird durch diesen Deal nur noch an Fahrt gewinnen.
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